Mittwoch, 15.02.2017
Im Flugzeug war an Schlafen nicht zu denken. Dementsprechend gerädert kommen wir nach 9 Stunden Flug in Sydney an. Dort müssen wir durch die Kontrolle, ob wir verbotene Substanzen dabei haben. Ich hatte mir vorher schon Listen geschrieben, über alle Medikamente usw. Dabei wollte der freundliche Mann nur wissen, in welcher Form die homöopatischen Mittel sind und ob unsere Schuhe sauber sind. Alles kein Problem, auch der Instantkaffee aus Asien nicht. So eine schnelle Ausreise hatten wir noch nie. Am Telefonschalter will Tomi eine SIM-Karte kaufen, das dauert fast so lang wie unser Flug! Endlich funktioniert alles und wir fahren mit dem Zug nach Campbelltown. Und werden im Zug von 6 asiatischen Frauen, die sich thailändisch unterhalten, begrüßt. Haben wir Asien mitgenommen? Wir checken im Hotel ein, schlafen eine Stunde und machen uns dann auf den Weg zur Autovermietung. Es ist heiß und wir brauchen an der Hauptstraße entlang 30 Minuten. Wir bekommen einen kleinen Nissan und fahren nach 1 Stunde nach Lakesland. Dort wären wir um 16 Uhr verabredet, in der Zwischenzeit ist es schon 17 Uhr und nach langem Suchen finden wir die Farm von Susann und Ray. Dort steht Rudi. Wir schauen innen und außen, machen eine lange Probefahrt und geben dann Stefan das o.k., den Kaufbetrag zu überweisen. Völlig erschöpft kommen wir bei Dunkelheit im Hotel an, machen kurz Brotzeit und fallen ins Bett.
Donnerstag, 16.02.2017
In der Früh haben wir vom Vorbesitzer die Bestätigung per E-Mail, das Geld ist eingegangen. Wieder machen wir uns auf den Weg nach Lakesland, nehmen dort Rudi und 12 Eier von glücklichen Hühnern in Empfang und fahren mit zwei Autos zurück nach Campbelltown. Von dort aus durch Sydney hindurch, man sieht nicht viel, sind jede Menge Tunnels, und weiter ungefähr eine Stunde nach Brookvale. Gut, dass es Navis gibt, ohne dieses hätten wir das alles nicht gefunden. In Brookvale bei einem Campingautovermieter, von dem unser Auto vor Jahren verkauft wurde, lassen wir es kurz anschauen und machen für Montag einen Termin aus. Hier arbeitet Angelika, eine wirklich nette Frau, die deutsch spricht und uns weiterhilft. Bei Aldi im Einkaufszentrum kaufen wir alles ein, was wir brauchen und fahren dann nochmal eine halbe Stunde nördlich nach Narrabeen auf einen schönen Campingplatz. Ein großes, gegrilltes Hendl ist unser Abendessen und dann schlafen wir die erste Nacht in unserem neuen Gefährt.
Freitag, 17.02.2017 bis Mittwoch, 22.02.2017
Der Campingplatz liegt schön an einer Lagune, der Strand ist lang, aber die Wellen sehr hoch. Zum Schwimmen gibt es Becken, mit Meerwasser, aber ohne Brandung.
Der Platz hat eine große Küche mit Gasofen und Gasgrill. Wir brauchen unseren Kocher garnicht auspacken, das ist praktisch. Abends kommen Schwärme von weißen Kakadus und machen einen gewaltigen Lärm. Es gibt auch kleine grüne und schöne, bunte Papageien.
Das Wetter passt, tagsüber scheint die Sonne, da ist es so heiß, dass man es kaum aushält. Im Schatten dagegen ist es frisch. Und nachts wird es richtig kalt. Am Samstagabend ist ein fürchterliches Gewitter, es regnet stark und dann hagelt es auch noch.
Die Tage sind ausgefüllt mit Hin- und Herfahren nach Brookvale, mit Werkstatt, das Auto bekommt neue Reifen und einen Zahnriemen, ein Ölwechsel wird gemacht und die Windschutzscheibe abgedichtet. Angelika hilft uns beim Ummelden, Anmelden bei der Versicherung und dem Automobilclub. Wir brauchen ein Wertgutachten für die Versicherung, wir laufen halb Brookvale nach einem Gutachter ab. Es ist keiner zu finden und wir schreiben einen neuen Kaufvertrag in englisch, den der Vorbesitzer nochmal unterschreibt. Wir hoffen, dass das reicht und Angelika kann endlich alle Unterlagen am Mittwoch abschicken.
Wir müssen einkaufen, Lebensmittel, Handtücher, einen neuen Campingtisch und vieles mehr. Außerdem brauchen wir von der Bank, bei der wir von Asien aus, schon ein Konto eröffnet haben, eine Visa-Karte. Die soll am Dienstag kommen.
Von der ganzen Fahrerei, dem Durchfragen und Organisieren, und das alles auf Englisch, sind wir abends immer ganz schön erledigt. Gut, dass dazwischen das Wochenende war, wir konnten das Auto um- und ausräumen und uns am Sonntagnachmittag mit Ralf treffen. Das ist ein guter Freund von Stefan, der seit elf Jahren hier in Sydney lebt und eine Australierin geheiratet hat.
Sydney: 1788 wurde von den Briten hier eine Sträflingskolonie eingerichtet. Jetzt ist Sydney mit 4,7 Mio Einwohner die größte Stadt Australiens.
Donnerstag, 23.02.2017
Es ist wunderbares Wetter. Sonnenschein. Mit dem Bus fahren wir nach Brookvale, gehen auf die Bank und wollen unsere Visa-Karte abholen. Doch sie ist noch nicht da. Kommt wahrscheinlich morgen nachmittags. Also fahren wir mit dem nächsten Bus weiter nach Manly und von dort mit der Fähre nach Sydney. Ein Wahnsinn, die Einfahrt dort in den Hafen. Links die berühmte Oper, rechts die riesige Harbourbridge, ein Ungetüm aus Stahl. Jetzt wissen wir, wir sind in Australien. Bei Sonnenschein schlendern wir durch die Stadtteile rund um den Hafen, trinken gemütlich einen Kaffee und treffen uns abends nochmal mit Ralf und gehen mit ihm zum Pizzaessen.
Den Sonnenuntergang schauen wir uns gegenüber der Oper an und genießen die beleuchteten Hochhäuser.
Freitag, 24.02.2017
Wir wollen heute nochmal nach Sydney, bisschen besichtigen und vielleicht einen neuen Fotoapparat kaufen. Aber beim Frühstück fällt mir mein Implantat raus! So ein Mist. Ich frage bei der Rezeption nach einem Zahnarzt und bekomme um Viertel nach zwei einen Termin. Also, keine Stadtbesichtigung, sondern Zahnarzt. Und der stellt fest, dass das Implantat abgebrochen ist und ich eine ganz neue Krone brauche. Die will ich natürlich bei meiner Zahnärztin in München machen lassen, nach 1 1/2 Jahren dürfte das ja wohl nicht passieren.
Samstag, 25.02.2017
Es regnet! Wieder nichts mit besichtigen. Nachdem wir kein Vorzelt haben, müssen wir uns im Auto aufhalten, außerdem ist es draußen nicht besonders warm.
Tomi gönnt sich vom deutschen Metzger Leberkäs und eine Breze!
Was ist dem Tomi die ersten 14 Tagen aufgefallen?
- Die Mädls haben hier weniger an, als die im Vergnügungsviertel von Chiang Mai / Thailand
- man sieht in Vergleich zu Asien in Sydney viele Obdachlose und Bettler
- ist bei weitem nicht so entspannt wie ASIEN
- nachdem jeder berichtet hat, dass Lebensmittel so teuer sind , hat Dagmar mir schon angedroht hat, dass es die nächsten 10 Monate wenig Fleisch gibt. Ich bin überglücklich, dass Australien ein Fleischesserland ist und das zu super Preisen. Die übrigen Lebensmittelpreise sind wie bei uns. Vielleicht ein bisschen höher.
Und ein kurzer Nachtrag zu Fazit Asien:
Sri Lanka: Berge, Meer, Naturschutzpark, tolle Tierwelt und nette Leute. Kann man nur empfehlen





























Strahlender Himmel über Sydney und diese Kulisse, toll!!!
Euer Programm für die ersten Tage, hört sich schon abenteuerlich an.
Mit zwei Autos und unausgeschlafen durch Sydney, da braucht man Nerven.
Zu lange sollte man solche Reisen wirklich nicht verschieben.
Wir wünschen Euch weiterhin viel Freude am Reisen
L u B
Hallo ihr zwei,
jetzt habt ihrs geschafft. Der blaue Himmel in Sydney entschädigt einen für die ganzen Strapazen. Die Bilder sind sehr schön und euer Auto sieht Kuschelig aus. Wünschen euch weiterhin eine schöne Zeit.
Liebe Grüße aus dem närrischen Saarland
Josefine und Werner
Helau und Alaaf aus München!
Das sind wirklich ganz andere Bilder als aus Asien, aber auch einfach nur toll.
Inzwischen seit ihr schon richtige Profis beim Fotografieren. Fehlen euch schon die vielen Tempel? Wir klappt es mit dem Linksfahren? Euer Auto ist ja wirklich niedlich. Hoffentlich habe ihr viel Spaß und Freude daran und . . . typisch deutsch: der Wagen wird erst einmal durchgecheckt.
Wir wünschen euch weiterhin ganz viel Spaß und Tomi: genieße das Fleisch – nicht das du noch dünner wirst!
Andrea und Franz
Hi, Mates!!
Och wie toll. Nun seid Ihr da – in meiner ehemaligen, temporären Heimat! Offenbar habt Ihr mit dem australischen Dialekt kein Problem. Erstaunlich!
Bin sooooo gespannt, wie es für Euch weitergeht. Wünsche Euch kaum „blowies“, keine Mückenstiche, viel Freude mit der unglaublichen Vielfalt an schönen Papageien (die Galahs gehörten zu meinen Favoriten), feine Steaks (probiert auch die australischen Hamburger, aber nicht von McDonald!) und das wunderbare Obst…
Es gibt so viel zu entdecken. Flora und Fauna sind einfach nur einmalig.
Have fun, you two! Enjoy!!
Diane (PS: Heute Früh hat’s mal wieder geschneit – nach 15° und Sonne gestern.)
Und viel Glück mit dem blöden Implantat. So’n Schmarrn!!!
Ja hi ihr zwei,
wie heisst es jetzt: s’Gfährt? Rudi, Rosi oder Sepp?
Das mit dem Zahn ist ja der Hammer! Ich hab das Bild angschaut und erst mal gerätselt, was das denn sein könnte….
Tomi kannst du mir mal schreiben, was du jetzt für eine Kamera hast? Mir gefallen nämlich eure Bilder super gut!!!!
Alles Gute weiterhin und viel Spass