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Australien 18 – Lawn Hill, Mount Isa

Sonntag, 21.05.2017

Heute kommen wir früh los, Verabschiedung von Horst und dann tanken in Normanton. Wir biegen ab in den Savannah Way, die Landschaft bleibt immer gleich. Savanne eben. Wenig Bäume, Gras, soweit man schauen kann und Termitenhügel. 40km ist die Straße asphaltiert, dann ist sie staubig, wir müssen über zwei schmale Brücken und … dann geht nichts mehr. Die Straße ist gesperrt. So ein Mist. 50km umsonst gefahren und den gleichen Schlauch wieder zurück. Könntens ja auch gleich am Anfang hinschreiben. Wir nehmen ab Normanton die Straße nach Süden und kommen nach 130 km wieder auf eine Staubstraße.

Und Wellblech, im Auto schepperts und staubts. 180 km und wir kommen endlich nach Gregory. Heute sind wir insgesamt 480km gefahren, da gibt es im Generalstore ein Erdbeereis. Und im öffentlichen Sanitärhäuschen eine kalte Dusche. Das ist unsere Belohnung. 1km weiter können wir am Fluss übernachten, ein wunderschöner Platz, der bei allen Campern bekannt ist.

unser Frühstücksplatz am Fluss

Montag, 22.05.2017

Frühstück am Fluss. Die Sonne scheint und es ist eine Ruhe! Da geht’s uns gut. Wir duschen nochmal in Gregory und fahren 90km schlechte Straße nach Adels Grove. Das liegt im Lawn Hill Nationalpark und ist ein großer Campingplatz. Da haben wir Handyempfang und können zwei Übernachtungen auf einem Platz 7,5km weiter im Nationalpark buchen. Kostet pro Person pro Nacht 4,20€. Nach einem leckeren Schokoeis fahren wir dorthin. Es gibt keinen Schatten, aber der Platz ist nett angelegt und es gibt auch hier kalte Duschen. Bei den Temperaturen angenehm. Tomi stellt die Sonnenpaneele auf, leider arbeiten sie seit 3 Tagen nicht mehr und lädt unsere Batterie nicht auf. Muss Tomi wieder rumtüfteln. Unsere Platznachbarn geben uns einen Tipp, wir sollen zum einem Wasserfall gehen, dort ist es kühler und man kann baden. Also, wir los mit Badeklamotten, der Weg geht an roten Felsen entlang und endet am Wasser. Es schaut aus wie künstlich angelegt, eine Badegumpe mit Wasserfällen. Wie im Paradies. Tomi genießt das kühle Wasser, ich bleib lieber im Schatten sitzen.

Den Rückweg nehmen wir über einen Aussichtspunkt, man sieht schön in die Schlucht hinein. Der schmale steinige Weg geht steil hinauf und auf der anderen Seite der Felsen steil hinunter. Unser Abendessen findet im Dunklen statt, hier geht die Sonne um ½ 7 Uhr unter.

Dienstag, 23.05.2017

Eine sternenklare, kühle Nacht. Nach dem Frühstück wandern wir zu einem Aussichtspunkt. Dort soll es Krokodile geben. Aber wir sind anscheinend zu spät dran. Dafür sehen wir eine Kolonie Flughunde, tausende davon hängen in den Bäumen. Hier heißen sie flying fox. Sie sind nicht so groß wie die in Asien, aber 3-mal so groß wie unsere europäischen Fledermäuse.

Für nachmittags mieten wir uns ein Kanu und um 14Uhr paddeln wir los. Außer uns ist niemand auf dem Wasser, der Fluss hat fast keine Fließgeschwindigkeit und es kommt uns vor, als wären wir auf einem See. Wir kommen an den hohen, roten Felsen vorbei, von unten merkt man erst, wie hoch die Klippen sind. An der Badestelle springt Tomi gleich ins kühle Nass. Hier müssen wir unser Kanu aus dem Wasser nehmen und ein Stück durch den Wald ziehen. Dadurch überwinden wir eine Stufe und können oberhalb wieder weiter paddeln. Es ist total still, kleine Fische begleiten uns. Irgendwann geht es nicht mehr weiter und wir fahren in aller Ruhe wieder zurück. Mal sehen, ob wir morgen einen Muskelkater bekommen.

Mittwoch, 24.05.2017

Um 7:30Uhr stehen wir auf und sind nach 1 ½ Stunden abfahrbereit. Heute fahren wir erst mal 70km eine unbefestigte Straße. Sie wurde vor kurzem abgehobelt und ist gut zu befahren. Wir haben vier Wasserdurchfahrten, alle sind harmlos. es ist schließlich Herbst und es gibt kaum Wasser.

Die nächsten 60km allerdings sind mit Wellblech und Löchern. Da werden wir ordentlich durchgeschüttelt. Es geht meistens geradeaus und links und rechts ist Ebene. Für diese 130km brauchen wir 3,5 Stunden.

Mount Isa

 

Vor Mount Isa treffen wir auf den Highway und es beginnt hügelig zu werden. Mount Isa ist eine Minenstadt, überall gibt es noch Kupfer, Zink, Blei und Silber abgebaut. Man sieht viele Fabriken mit hohen Schornsteinen. Schön ist das nicht. Zuerst tanken wir unser Auto wieder voll, Diesel kostet nur 86,6Cent. Dann machen wir einen Großeinkauf bei Coles und Woolworth, wer weiß, wann wir wieder so günstig einkaufen können. In den kleinen Orten mit den Generalstores sind die Preise schon erheblich höher. Wir bleiben auf einem Campingplatz über Nacht.

 

Published inAustralien

Ein Kommentar

  1. Brigitte Brigitte

    Spektakuläre Landschaften und tolle Farben!
    Und soo viel Raum für wenig Menschen. Ein Kontinent zum entspannen.
    Herzliche Grüße
    L u B

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