Sonntag, 18.06.2017
Wir tanken unser Auto noch voll, 129l Diesel für 110€. Und dann geht’s auf den Stuart Highway, das ist eine der wichtigsten Fernverkehrsstraßen in Australien. Er verläuft über eine Länge von rund 2700 km in Süd-Nord-Richtung und verbindet Port Augusta in Südaustralien mit Alice Springs im Red Center des Kontinents und Darwin, der Hauptstadt des Northern Territory. Die meiste Strecke führt kerzengerade durch die Landschaft. Links und rechts wieder Gras und Büsche, zur Abwechslung einige verkleidete Termitenhügel, kaputte Autoreifen, verbrannte Flächen und hin und wieder ein totes Rind.
Bei Renner Springs ändert sich die Landschaft. Bisher fuhren wir durch die Wüsten des Zentrums und jetzt beginnen die vom Monsun beeinflussten Savannen.
Wir fahren 380km und bleiben auf einem UFO-Campingplatz über Nacht. Wir brauchen keinen Schlafsack mehr, die warme Zudecke genügt.
Montag, 19.06.2017
Heute sind wir schnell fertig. Kein Wunder, wir hatten gestern nicht viel ausgepackt. Tisch und Stühle, Gaskocher und Gasflasche blieben im Auto. Wir frühstücken in der Camp-Küche und um 9Uhr fahren wir schon los. Es wird richtig warm, bei den Devil Marbels brauchen wir keine Jacke. Das ist ein kleines Gebiet, in dem mehrere tausend runde Granitfelsen liegen. Die „Teufelsmurmeln“, Karlu Karlu wie sie bei den Aborigines heißen, ist eine heilige Stätte. Hier gefällt es uns wieder sehr gut und wir könnten andauernd Fotos machen.
Aber wir wollen heute noch einige Kilometer hinter uns bringen und wir fahren über Tennant Creek bis 20km vor Elliott und schlagen uns dort in die Büsche. Ein schöner, ruhiger Übernachtungsplatz neben der Straße.
Dienstag, 20.06.2017
Nochmal 333km und wir sind in Mataranka. Das ist seit Alice Springs der 3. Ort seit 1000km. Dazwischen waren nur drei Roadhouses, das sind Tankstellen, bei denen man das Nötigste kaufen und was essen kann. In Mataranka fahren wir auf einen Campingplatz.
Mittwoch, 21.06.2017
Gleich hinter dem Campingplatz entspringt die warme Quelle. Hier sprudelt aus einer Tiefe von 30 – 100m jeden Tag 30,5 Millionen Liter warmes Wasser mit einer Temperatur von 34 Grad. Es ist angenehm in das Becken zu steigen, das Wasser ist glasklar. Zu lange kann man nicht drin bleiben, es ist ein bisschen schweflig und das merkt mein Kreislauf. Wenn man rauskommt ist es richtig kühl und ich muss mich in der heißen Dusche aufwärmen.

Freitag, 23.06.2017
Gleich hinter Maturanka schauen wir uns die Bitter Springs an. Auch das ist ein Bachlauf mit warmen Wasser. Viele Leute lassen sich mit ihrer Nudel den Bach entlang treiben.
Bis Katherine sind es 100km und dort füllen wir unseren Tank wieder auf. Hier ist das Benzin günstig, 0,83€ für den Liter. Das hatten wir schon lange nicht mehr. Ich muss mir die Haare schneiden lassen, aber die zwei Friseure im Ort waren bis nächste Woche ausgebucht. Wieder nix. Wir kaufen noch frische Sachen zum Essen ein und fahren weiter bis zur Abfahrt zu den Edith Falls. Auf einer Anzeigentafel lesen wir, dass der Campingplatz voll ist. Wir suchen uns in der Nähe einen Platz nahe des Highways und können dort fast allein übernachten.
Samstag, 24.06.2017
Gleich nach dem Frühstück fahren wir die 20km zu den Edith Falls. Wenn es schon Wasserfälle gibt, die so heißen wie meine Mama, müssen wir uns die natürlich anschauen! Wir melden uns gleich für zwei Nächte auf dem Campingplatz an. Der liegt sehr schön, es gibt zwischen den Stellplätzen richtige Wiesen. Zum Baden gehen wir 5 Minuten und können ins eiskalte Wasser „springen“. Es ist ein riesiges Becken, gespeist von einem Wasserfall. Heute können wir nach dem Abendessen lange draußen sitzen, es ist warm und die Mücken und Fliegen sind verschwunden. Ganz ungewohnt. Nachts kühlt es ab, das ist sehr angenehm.
Sonntag, 25.06.2017
Nach dem Frühstück wollten wir gleich eine Wanderung machen, damit es nicht zu heiß wird. Aber Tomi musste doch noch mit unserem Nachbarn über die Sonnenpaneele fachsimpeln. Unseres macht seit Wochen ganz schöne Zicken, manchmal geht es, manchmal nicht. Und das von unserem Nachbarn geht garnicht! Unseres diesmal schon. Da muss man sich doch gegenseitig helfen! Nachdem es dann doch nichts gebracht hat, können wir unsere Wanderung machen. Es geht erst hinauf und nach einiger Zeit kommt ein Aussichtsplatz, da hat man einen tollen Blick auf die Wasserfälle und die Becken. Wir kommen zu einem, da kann man baden. Aber die Steine sind rutschig und wir steigen lieber wieder bergauf. Nach 1 3/4Stunden kommen wir wieder an unserem Platz an und wir gehen hier ins Wasser. Eine schöne Abkühlung.


























Hi, Ihr Lieben!
Endlich bin ich wieder up-to-date!!
So viele beeindruckende, tolle Fotos! Ein Baum an der Klippe mit Wurzelwerk, die abhängenden Flying Foxes, das Windrad mit Galahs, die warme und die kalte Taube, der Radlbaum, die Sandpisten, die Städteanzeigen, Uluru und andere Steine und die vielen anderen sagenhaft schönen Landschaftsfotos…
Die Mausgeschichte ist zum kaputtlachen!!!
Hoffe, Tomis Rippe macht keinen Ärger und du, Dagi, bist gesund und munter trotz reichlich kalter Nächte, die ja inzwischen wohl vorbei sind.
Euch beiden weiterhin erstaunliche Aussichten und schöne Erlebnisse bei allerbester Gesundheit und ganz ohne Pannen – möglicherweise auch ohne „mozis“ und „blowies“.
Take care, liebe Grüsse aus München (gerade heiß und heute wieder sonnig)
Diane
wieder so wundervolle Bilder! ihr solltet ein Reisebuch veröffentlichen…
abmessen gefallen mir die großen Globuli Bilder. Diese Steine sind lange nen Berg runtergerollt :-))-
Sommergrüße aus München.
Am Wochenende beginnt der Ausverkauf von Doras Naturkostladen in Allach. Der ist verkauft an Vollkorner. Da geht auch eine Geschichte zu Ende.
Denke oft an euch
Gisela
Da habt ihr bei den Edith Falls ja Glück gehabt. Als ich Anfang Mai dort war war das untere Becken wegen dem höheren Wasserstand und der Krokodile gesperrt. Doch ich habe dann am Sweetwater Pool und am Long Hole prima gebadet.
Noch eine schöne Fahrt und safe travel!