Dienstag, 04.10.2016
Inle-See: der größte See Obermyanmars – 22km lang – liegt 900m hoch mitten in den Bergen. Wenn die Wasserhyazinthen nicht wären, könnte man meinen, es ist ein See im Voralpenland.

Diesmal haben wir wieder einen Mini-Bus von Hotel zu Hotel gebucht. Von Bagan bis Nyaung Shwe am Inle-See. Wir waren fast 7 Stunden unterwegs, mittags eine halbe Stunde Pause zum Essen. Glück hatten wir mit unserem Platz, direkt hinter dem Fahrer mit viel Fußfreiheit. Im Hotel Inle Inn in Nyaung Shwe hatten wir ein großes Zimmer und ein schönes Bad. Und Wasserhähne die blitzten wie neu. Davor eine überdachte Veranda zum Sitzen. Das Frühstück – naja. Bisschen wenig, dafür reichlich Kaffee.
Hier am Inle-See ist seit Vollmond das Phaung Daw U Festival. Vier kleine Buddhastatuen werden morgens mit geschmückten Booten in die verschiedenen Orte am See in die Tempel gebracht. Die letzten 3 Tage bleiben sie in Nyaung Shwe, da ist Jahrmarkt mit Fahrgeschäften und Markt mit Kleidung, Haushaltsartikel und jede Menge Ramsch. Aus allen Dörfern kommen die Familien zum Beten und Einkaufen.
Freitag, 07.10.2016

Um 5Uhr aufgestanden! Um 1/2 6 Uhr holte uns Son, unser Bootsfahrer ab und brachte uns zu seinem Longtail-Boot. Mit lautem Getöse des Motors fuhren wir und viele andere Boote den Kanal entlang, bis wir endlich zum See kamen. Dort hatten sich gleich drei Einbeinfischer postiert, damit die Touristen was zum fotografieren haben. Aber wir sahen dann noch genug richtige Fischer, die heute noch mit dieser Technik fischen.
Um die Prozession zu erleben, fuhr uns Son an eine Stelle, wo die Boote aus einem Kanal auf den See fahren. Dort hatten sich schon viele andere Boote versammelt, hauptsächlich mit Einheimischen. Und dann hörten wir schon von weitem die Musik und es kamen ungefähr 20 Boote mit bis zu 100 Männern drauf, die alle mit einem dicken Seil verbunden waren und die königliche Barke mit den Buddhas zogen. Jedes Boot einschließlich der Männer war in einer anderen Farbe und auf jedem wurde andere Musik gemacht. Ein Spektakel!
Wir fuhren durch Dörfer auf Stelzen,
an schwimmenden Gärten vorbei. Auf Matten oder verflochtenes Unkraut wird Schlamm aufgehäuft und mit Stangen im Grund des Sees verankert. Dort wird Gemüse angebaut, hauptsächlich Tomaten
Weiter ging’s zu einem Tempel, der innen ganz golden war, und zu einer Weberei die Stoffe aus Lotos herstellt.
Und dann nach Indein. Wir mussten zu Fuß durchs Dorf und einen Hügel hinauf. Der Tempel an sich war nichts Besonderes, aber die 1054 Stupas eng an eng rundherum waren wirklich beeindruckend.
Nach einer ausgiebigen Mittagspause, wir waren durch den Lärm, das Geschaukel und die Hitze schon ganz schön geschafft, brachte uns Son nur noch zu einem Teakholz-Tempel und dann wollten wir zurück. Die Stadt war voller Menschen, viele hatten wunderschöne Kleidung und vor allem Kopfbedeckungen auf. Und manche waren doch tatsächlich kunstvoll verschlungene Handtücher! Da hatten wir was zu schauen.
Samstag, 08.10.2016
Heute konnten wir wieder nicht ausschlafen, nach einem kurzen Frühstück fuhren wir mit den Radln an den Kanal. Wir suchten uns einen guten Platz, das Ufer war schon voller Menschen. Auf dem Wasser war ein Verkehr, viele Boote waren unterwegs um die Prozession zu sehen. Und dann kamen die ganzen geschmückten Boote an uns vorbei und wir konnten alles sehr gut erkennen.
Zurück in den Ort war fast kein Durchkommen, alles strömte Richtung Tempel. Von dort aus zog eine Prozession mit Mönchen und anderen Gruppen durch den Ort, auch direkt an unserem Hotel vorbei. Am Straßenrand hatten die Leute Tische mit Opfergaben aufgebaut und alle, die durchzogen, bekamen was zum Essen und Trinken oder Geld.
Es war ein schöner Aufenthalt am Inle-See, die Landschaft, der kleine Ort und die vielen, unterschiedlichen Leute haben uns wirklich sehr gut gefallen.
Montag, 10.10.2016 , Dienstag, 11.10.2016
Wir verließen Nyaung Shwe und fuhren zurück nach Mandalay. Wir stiegen im gleiche Hotel ab, in dem wir vor 4 Wochen gestartet sind. Es liegt in einem für uns netten Stadtviertel, viele Straßenküchen, ein kleiner Markt und kaum Touristen. Zum Abschied gab’s nochmal die guten Fladen mit Kartoffelfüllung, der Koch und seine Frau freuten sich, dass wir nochmal vorbeigekommen sind. Und hinterher ein gegrilltes Schweineschwanzerl und ein frisch gezapftes Bier. Dagmar hat ja Null Orientierungssinn, aber die Bierkneipe hätte sie mit verbundenen Augen gefunden ! Am Mittwoch fliegen wir nach Bangkok.
Das Fazit Myanmar kommt im nächsten Bericht. Goodbye Myanmar 🙂






































Toll, dass Ihr zur richtigen Zeit am Inle- See ward.
So ein prächtiges Spektakel erlebt man nicht alle Tage. Sehr schön!
Eine erholsame Zeit in Thailand wünschen Euch
L u B
Hallo ihr Lieben
schön hat es für euch geklappt mit der Prozession auf dem See! Unser Bootsfahrer hat das leider am Vortag verpasst…
Unsere Weiterfahrt war sehr interessant. Sie hat mit einem TukTuk begonnen, dann VIP-Bus bis zu einer Autobahnkreuzung, dann nochmals per Pick-Up auf halboffener Ladefläche 1.5h bisBago und zum Abschluss per Mototaxi ins Hotel 🙂
Unser gesamter Myanmar-Aufenthalt war ebenfalls sehr erlebnisreich und wir stimmen euren Ausführungen absolut zu. Ein sehr interessantes Land!
Wir wünschen euch weiterhin eine schöne Reise!
Beste Grüsse von den beiden Schweizern vom Hotel in Nyaung Shwe
Andrea und Patrick