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Australien 9 – Iluka, Nimbin, Byron Bay

Diesmal hat der Bericht etwas länger gedauert, aber wir hatten zeitweise keinen oder schlechten Handyempfang, dadurch auch kein Internet. Oder wir hatten keinen Strom, um unseren Computer aufzuladen. Aber jetzt ist er ja da!

Freitag, 07.04.2017

Wir verlassen Grafton bei trockenem Wetter, aber nach einer Stunde fängt es wieder an zu schütten. Wir kommen über eine unbefestigte Straße und durch kleine Ortschaften.  Da gibt es meistens einen Generalstore, dort gibt es alles, von der Tasse guten Cappucino und Snacks bis zum Waschpulver. Und manchmal sogar Benzin. Wir fahren auf den Highway, den wir aber bald wieder verlassen und nach Iluka fahren. Bei Iluka fließt der Clarence River in’s Meer. Wir gehen auf einen Campingplatz, der direkt am Fluss liegt. Wir bekommen den Platz in der Säuferecke, hier treffen sich jedes Jahr in den Ferien die gleichen Leute und die fangen mittags schon an, ein Bier nach dem anderen zu trinken. Wir haben einen schönen Blick auf den Fluss und einen tollen Sonnenuntergang.

Samstag, 08.04.2017

Die Sonne scheint, aber es gibt auch ein paar Wolken. Nach dem Frühstück laufen wir durch den Ort (Ort? Ferienhäuser und eine Straße mit ein paar Geschäften) und kommen in den Regenwald. Der Weg ist wenigstens nicht matschig, aber die Mücken sind lästig. Wir treffen auf einen überfluteten Picknickplatz und können von dort aus auf einen Strand, auf dem ich jede Menge verschiedener Muscheln finde. Und dann kommen die Regenwolken. Wir flüchten in eine offene Hütte und dann geht’s auch schon los. 20 Minuten starker Regen.

Danach wieder Sonnenschein. Vom Aussichtspunkt Iluka Bluff haben wir einen schönen Blick auf das Meer. Wir wollen über den Strand zurückgehen und sehen durch Zufall noch eine wunderschöne Felswand. Am Strand ist der Sand ist zum Glück ganz fest, aber der Wind ist sehr stark. Es ist anstrengend den langen Strand zurückzugehen. Wir kommen zur Straße und nach einigen Metern ist alles überflutet. Wir müssen ein Auto anhalten, das uns durch’s Wasser bringt.

 Sonntag, 09.04.2017

Wir kommen durch das Gebiet, das Ende März vom Cyclon Debbie durch Sturm und Hochwasser stark beschädigt wurde. Besonders die Kleinstadt Lismore hat es schwer getroffen. Fast alle Geschäfte sind noch geschlossen und überall sind Aufräumarbeiten im Gang. Auch die Straßen haben durch das Hochwasser gelitten, die Hänge sind abgerutscht und haben die Straße blockiert. Oder die Seitenränder der Fahrbahn sind abgebrochen, Bäume sind auf die Straße gestürzt. Zum Glück wurden auf unserem Weg die meisten Schäden beseitigt und wir konnten unbehindert durchfahren.

Wir fahren weiter nach Nimbin, eine Hippiestadt. Hier war 1973 das Aquarius-Festival und seit dieser Zeit sind einige Typen hängengeblieben. Tätowiert von oben bis unten, Dreadlocks (grau), indische Flatterklamotten und … Rollator!! Seit dieser Zeit wird hier der Marihuanakonsum toleriert und es gibt Läden, dort kann man sich damit versorgen.

Montag, 10.04.2017

Von Nimbin fahren wir kleine Straßen durch die Berge und auch hier sieht man überall noch die Schäden des Hochwassers. Die Hänge sind teilweise abgerutscht und hatten die Straßen unpassierbar gemacht. Zum Glück wurde auf unserer Strecke wieder alles beseitigt und wir können zum Minyon Wasserfall. Wir übernachten dort im Nationalpark auf einem Picknickplatz mit Plumpsklo.

Dienstag, 11.04.2017

Wir kommen an die Küste und fahren durch das Städtchen Byron Bay. Vom langen Sandstrand aus gehen wir einen schönen Fußweg zum östlichsten Punkt Australiens. Immer wieder haben wir sehr schöne Ausblicke und wir sehen sogar Delfine. Zumindest die Rückenflossen.

Mittwoch, 12.04.2017

Es ist viel Verkehr, als wir Byron Bay verlassen. Wir wollen in den Springbrook Nationalpark, fragen aber in der Touristeninformation in Murwillumbah nochmal nach, ob die Straßen befahrbar sind. Die unbefestigten Straßen im Park zu den Aussichtspunkten sind zwar frei, aber einige Zufahrten sind nicht passierbar und das würde einen gewaltigen Umweg bedeuten. Wir entscheiden uns, diesen Nationalpark auszulassen und zügig durch Brisbane Richtung Norden zu fahren. Kurz nach Murwillumbah verlassen wir New South Wales und kommen in den Bundesstaat Queensland. Die Goldcoast lassen wir rechts liegen und fahren auf dem Motorway. Leider kommen wir in einen sauberen Stau und suchen uns einen Übernachtungsplatz etwas nördlich von Brisbane. Er liegt zwischen Straße und Zuglinie, aber es war der einzige, den wir nicht zu spät erreichen konnten.

 

Published inAustralien

3 Comments

  1. wieder mehr Farben in euren Bildern, eine Augenweide!!! keine Bilder von Fraser??
    liebe Grüße Gisela

  2. Brigitte Brigitte

    Großes Lob dem Fotografen!
    Toller Streifzug durch Down Under. Die hängengebliebenen Typen sind etwa in unserem Alter. Wäre interessant zu wissen wie sie sich durchbringen.
    Weiterhin gute Reise
    L u B

  3. Diane Diane

    Oh man! DIE MUSCHELN!!!! Was für ein Traum!!!!
    Und die Typen! Und die Fotos von der leider schwer beschädigten Ortschaft! Und die Grafitis! So aufregend, was Ihr alles erlebt. So toll, dass wir teilhaben dürfen!!

    See ya, sometime, mate(s)!

    Seit umarmt aus der fernen Heimat
    Diane

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