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Sri Lanka 8 – Negombo

So, nachdem wir seit Tagen am Strand liegen und faulenzen, werde ich euch die Fahrt von Kurunigale nach Negombo beschreiben, damit ihr seht, unser „Urlaub“ kann auch ganz schön anstrengend sein.

In Kurunigale im Hotel erkundigten wir uns abends nach der morgigen Zugabfahrt. Es wurde diskutiert, telefoniert und die letztendliche Aussage war: Abfahrt 8:40Uhr.

Wir verlassen am Morgen um 7:30Uhr ohne Frühstück unsere Unterkunft und ordern ein Tuktuk. Manchmal hilft der Fahrer beim Einladen, heute hebt Tomi unsere Rucksäcke hinein. Die Fahrt geht zum Bahnhof. Rucksäcke raus, an den Fahrkartenschalter. Nachdem sich 3 Leute vorgedrängt haben, bin ich dran. Trotzdem werden links und rechts Geldscheine durch den Schlitz zum Ticketverkäufer gesteckt, weil’s pressiert. Endlich kann ich nach der Abfahrtszeit fragen. In 10 Minuten geht der Zug, der nächste erst in 1 1/2Stunden! Es ist kurz vor 8Uhr! Also kein Frühstück am Bahnhof. Der Bahnsteig ist ziemlich gefüllt, der Zug auch schon. Daggi klettert die Leiter leichtfüßig hinauf, Tomi hievt die zwei Rucksäcke nach oben. Drin ist alles voll, für mich steht ein älterer Mann auf, damit ich einen Sitzplatz habe, die Koffer kommen nach oben in die Ablage. Tomi sitzt oder steht die ganze Fahrt an der offenen Zugtür. Während der Fahrt drängen sich immer wieder Männer durch die Gänge, die etwas verkaufen. Gebackene Linsenplätzchen, gefüllte Gemüsetaschen, Getränke, süße Pfannkuchen, geröstete Nüsse, Maiskolben, in Stücke geschnittene Mango, Hefte zum Malen für die Kinder. Das Essen wird in kleinen Plastiktüten oder Papier verpackt. Und das ist entweder ein Stück Zeitung oder ein Blatt aus dem alten Schulheft der Kinder.

Nach 2 1/2 Stunden kommen wir in Ragama an. Dass wir aussteigen müssen hatte ich bei meiner Nachbarin erfragt. Es gibt keine Durchsagen oder ausgehängte Streckenpläne. Tomi hebt die Rucksäcke aus dem Gepäcknetz und anschließend aus der Tür. Daggi springt leichtfüßig die ca. 80cm auf den Bahnsteig. Dann geht es eine steile Treppe hinauf, eine Brücke über die Gleise und eine steile Treppe wieder hinunter. Daggi steigt leichtfüßig hinauf und hinunter, Tomi schleppt die Rucksäcke. Jetzt gibt es zur Belohnung ein kaltes Cola und einen Chickenburger ( ohne Chicken  ). Wir erfahren, dass der Zug nach Negombo in 5 Minuten oder 4 Stunden später abfährt. Also, nach der Pause mit dem Tuktuk zum Bushaltestelle. Der richtige Bus kommt, jetzt muss es schnell gehen. Heute dürfen unsere Rucksäcke vorne neben den Fahrer. Tomi verstaut sie auf der Ablage. Erst haben wir jeder einen Sitzplatz, nach einigen Haltestellen sitzen wir zu dritt auf zwei Plätzen. In Negombo deutet uns der Ticketverkäufer mit einem Kopfnicken an, wir sollen aussteigen. Schnell hebt Tomi die Rucksäcke hinaus, Daggi hüpft leichtfüßig auf den Fußweg. Wir brauchen zur Stärkung erst mal ein Cola und einen Schokokuchen. Anschließend fahren wir mit dem Tuktuk nach Negombo-Beach. Das gleiche Spiel, Tomi wuchtet die Rucksäcke auf die Sitzbank, Daggi springt rein. Und bei einem kleinen Hotel, das wir uns im Internet ausgesucht haben, wieder raus. Es ist sauber und ansprechend, wir wollen aber direkt an den Strand. Zu Fuß machen wir uns auf die Suche und nach einer 3/4 Stunde haben wir das Richtige gefunden. In der Zwischenzeit ist es 15Uhr und wir sind ganz schön geschafft.

Abends will Tomi helfen, ein Boot an Land zu ziehen. Er soll sich nur nicht übernehmen, sonst hat er wieder Rücken!!

Busfahren: Es muss immer schnell gehen, ohne Gepäck springt man in oder aus dem fahrenden Bus. Hurry, hurry. Will man mit Gepäck mitfahren, bleibt er sogar stehen und Tomi kann die Rucksäcke in den Gepäckraum oder in den Bus heben. Aber auch hurry, hurry.

Negombo ist eine größere Ortschaft, ca. 40km nördlich von Colombo und günstig zum Flughafen gelegen. Es gibt viele Märkte und Geschäfte, zur Zeit werden überall Weihnachtsartikel verkauft. Es ist ständig Verkehrschaos, laut und stinkend wegen der Abgase. Aber es rührt sich was in der Stadt. Wir wohnen in Negombo Beach, am nördlichen Stadtrand von Negombo. Dort gibt es viele große und kleinere Hotels. Und viele Touristen.

Brigitte und Ludwig waren vor 37 Jahren hier, da war es noch ein ruhiger Fischerort.

Wir sind noch bis zum 2.Januar hier am Strand, unser „Programm“ besteht aus baden und im Schatten liegen. Gelegentlich zur Konditorei spazieren und dort einen leckeren Schokokuchen essen. Mit dem Bus nach Negombo zum Einkaufen fahren, unsere Web-Seite gestalten und uns zu überlegen, wo wir abends zum Essen hin gehen. Mit den Fischern und den Strandverkäufern ratschen – vor allem der Tomi und die Leute vom Hotel von der Arbeit abhalten.

 

 

Published inSri Lanka

2 Comments

  1. Brigitte Brigitte

    Was für ein nettes Strandbild.
    Also eure Schilderungen vom Zug und Busfahren, haben uns sehr amüsiert, da scheint sich in 37 Jahren rein gar nichts verändert zu haben. Ludwig stand auch einmal vier Stunden mit einem Bein im Klo mit dem anderen im Gang.
    Wir wünschen euch einen guten Flug und eine nicht zu stressige Ankunft in Chennai.
    Bis bald und seid herzlichst gegrüßt
    L. U. B.

  2. Daniel Daniel

    A guads Neues für euch beide. Lasst es euch gut gehen und Vorallenm… Bleibt gesund. ??

    LG Dani

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