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Fazit Vietnam

Fazit Vietnam  von Tomi:

Wir bereisten Vietnam 47 Tage , kommend aus Kambodscha, unsere Reiseroute ging vom Süden Richtung Norden nahe der chinesischen Grenze. In der Zeit besuchten wir 10 Städte.  Vietnam hatte einiges zu bieten, es ist ein schönes Reiseland und einfach zu bereisen, aber man braucht Zeit. Vietnam ist auf jeden Fall eine Reise wert.

 

Land und Leute:

Sie sollte eigentlich uns fotografieren
Sie sollte eigentlich uns fotografieren

Vietnam hebt sich ab von den asiatischen Ländern die wir bereist haben. Die großen Städte wie Saigon und Hanoi sind relativ sauber, mit modernen Geschäften und Einkaufszentren. Es sind grüne Städte, entlang der Straßen stehen teilweise hohe Bäume, immer wieder findet man topgepflegte Parkanlagen. Hanoi mit der Altstadt, mit den vielen Kneipen und Restaurants hat uns persönlich gut gefallen, war bei weitem nicht so chaotisch wie Saigon.  Richtig schön war auch Hoi An . Über Land waren die Orte mal so, mal so.

Wenn man bedenkt, dass in Vietnam auf ausländische Fahrzeuge Import und Luxussteuer dazukommt, waren wir überrascht, das so viele große BMW, Mercedes, RR,  hauptsächlich in Saigon und Hanoi spazieren fahren. In den Großstädte leben viele Menschen recht gut,  auf dem Land ist es wieder ärmlicher, man sieht wieder Bauern die mit dem Ochsengespann ihre Felder bestellen.  Wir haben in Vietnam keine Obdachlosen gesehen.

Landschaftlich ist der Süden schön, Strände , Dünen, Reisfelder, nette Städte. Für uns war der Norden ab Hanoi der schönere Teil Vietnams, die Highlights im Norden waren die trockene Halongbucht, die Halongbucht  und die Reis- und Gemüseterassen  in den Bergen um Sa Pa.

Die Leute waren recht unterschiedlich , von Schickimicki in Saigon bis robust in Sapa, aber immer freundlich

Diesmal waren im Vergleich zu unseren vorherigen Reiseländern viele Touristen unterwegs, hauptsächlich zur Weihnachtszeit, viele Deutsche, und im Süden Vietnams sind mehrere Badeorte in russischer Hand.

Internet:

In Vietnam haben wir es so gemacht wie immer, in den erstbesten Handyshop und SIM – Karte gekauft, ging alles problemlos für 7 Euro, nur das Freischalten der Karte dauerte oft eine gefühlte Ewigkeit.  Uns wurde gesagt, die Karte hat kein Verfallsdatum, aber nach 30 Tagen ging nichts mehr:   Abgelaufen

Geld

In Vietnam ist das Zahlungsmittel der Dong, aber man kann auch in größeren Städten oft mit Dollar bezahlen. ATM gibt es genügen.

In den Hotels haben wir für 25 – 30 Euro ordentliche Zimmer mit Frühstück ( meisten Ei und Toast oder Nudelsuppe ) bekommen. Obwohl relativ viel Touristen unterwegs waren, mussten wir nicht vorausbuchen, haben immer vor Ort ein Zimmer gefunden.

Busfahren und Zugfahren ist relativ teuer, wir sind schon günstiger gefahren, aber das Bus- und Zugnetz ist gut ausbaut. Die Pausenstationen bei den Busfahrten waren meist große Restaurants mit Geschäften und ordentlichen Toiletten. Das Toilettenpapier war meistens ganz gut, 1 1/2- bis 2-lagig, auch in den Hotels.

80% der Vietnamesen fahren Roller, auch wir stürzten uns für umgerechnet 8 Euro in den Verkehr, aber ein paar Erlesene fahren etwas Besonderes. Hier ist Helmpflicht.

Essen

Nach Kambodscha waren wir ausgehungert und Gott sei Dank, das Essen in Vietnam war gut bis richtig gut 🙂 Preislich nicht so günstig, wir mussten für 2 Personen im Restaurant 10 Euro bezahlen, hört sich nicht viel an, aber wir hatten schon andere Preise. Der Bierpreis war okay, trinken konnte man es auch. Es wird mit Stäbchen gegessen, dazu gibt es einen Löffel. Gewürzt war es eher wenig, zum Schärfen gab’s überall die gleiche rote Chillisoße. Oder kleingeschnittene rote Chillischoten.

Krankheiten

Ich hatte in Sa Pa einen Männerschnupfen ( nur Männer können verstehen was das bedeutet ) und Daggi eine Blasenentzündung, aber sonst alles besten. Von Magen / Darm blieben wir verschont. Die Krankheitsstatistik: Tomi führt 4:3

Wetter und Reisezeit

In den letzten 3 Wochen in Vietnam hatten wir nicht so viel Glück mit dem Wetter, oft Regen und meistens war es bewölkt. Keine Ahnung wo ich in der Reisevorbereitungen meine Informationen her hatte, aber mit diesen Wetter hatten wir nicht gerechnet. Es war in Vietnam Winterzeit, aber die Einheimischen haben uns  berichtet, dass es verhältnismäßig viel regnet. Ich würde Vietnam das nächste Mal im der Frühlingszeit besuchen, wenn alles blüht und saftig grün ist.

Ergänzungen von Daggi:

In den Städten und über Land fielen uns die schmalen Häuser auf. Teilweise grad mal drei oder vier Meter breit, dafür tief und hoch. Lösung: die Grunderwerbssteuer wird nach der Breite des Hauses an der Straßenseite berechnet.

Vor fast allen Läden und auf den Balkonen hängen Käfige mit Vögeln. Das ist ein Gezwitscher in der ganzen Stadt.

Die Matratzen in den Hotels waren durchwegs hart bis sehr hart. Die angenehmste Matratze hatten wir im Guesthouse auf der Insel in Hoi An, das beste Frühstück in Hue im La Perle Hotel.

Die Leute waren wirklich freundlich, in den Lokalen meisten bis zur Bezahlung. Danach war das Geschäft abgeschlossen und das Lächeln war weg. Die Frauen hatten mir gegenüber keine Scheu vor Körperkontakt, hier wurde ich oft in den Arm genommen oder zumindest berührt. Die Frauen singen gerne, ob im Laden, zuhause oder im Restaurant. Besonders beliebt ist Karaoke. Und die Mädls gackern und lachen überall. Besonders wenn wir vorbeigingen. Die durchschnittliche Größe der Frauen war einen Kopf kleiner als ich. Die Männer etwas größer.

Wir haben uns gewundert, dass selbst kleine Babys keine Windeln trugen. Die Frau des Holländers hat uns erzählt, dass Windeln hier teuer sind, deshalb wird schon mit Babys trainiert, zu bestimmten Zeiten oder bei bestimmten Geräuschen zu pinkeln. Alle Kinder ab 1/2 Jahr laufen deshalb ohne Windel rum.

Kleidung: Hier sind alle westlich angezogen, die Mädls teilweise mit kurzen Röckchen und Hoserl wie bei uns im Sommer. Die Frauen trugen meist Hosen und Blusen und fast alle den typischen Kegelhut aus Palmblättern, er ist Sonnen- und Regenschutz.

 

 

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3 Comments

  1. Fatima Fatima

    Danke für den schönen Bericht. Uns hat Vietnam auch sehr gefallen, aber wir haben ja nur ein paar Highlights genießen können. Es hat aber Lust auf mehr gemacht und ich würde gerne wiederkommen. Bin auf die Berichte aus Laos schon gespannt.

  2. Ingrid Tscharntke Ingrid Tscharntke

    Wunderbar, ganz lieben Dank. Eure Erfahrungen stimmen mit meiner überein, aber ich war nur kurz und denke, da darf ich nochmal hin. Passt gut auf euch auf und ganz lieben Dank, dass ihr uns so teilhaben lässt, ich weiss, dass es mit viel Arbeit verbunden ist. Ich begleite euch gerne weiter. Seid herzlich gegrüsst aus dem wunderschönen Auroville im Januar.

  3. Gerhard und Marlies Gerhard und Marlies

    Lieber Thomas,

    Alles, alles Gute zum Geburtstag Dir Weltenbummler. Vor allem Gesundheit, Glück, Freude, Frohsinn, Zufriedenheit und Gottes reichen Segen. Interessante und spannende Erlebnisse hast Du auf Deiner großen und langen Reise sowieso! Laß‘ Dich heute von Daggi verwöhnen!
    Viele Grüße aus dem auftauenden München (wir hatten hier fast ein Monat Dauerfrost mit Nächten bis zu minus 15 Grad)
    senden Euch Zweien
    Gerhard und Marlies

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