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Australien 2 – Blue Mountains Nationalpark

Montag, 27.02.2017

ein Schnabeligel
ein Schnabeligel

Wir schaffen es tatsächlich, den Platz in Narrabeen zu verlassen. Wir fahren ein ganzes Stück mit dem Auto Richtung Sydney, dann steigen wir um in den Bus und fahren in die City. Wir gehen in den Fotoladen und Tomi will die gestern gekaufte Kamera wieder umtauschen. Nach gefühlten 5 Stunden hat er eine andere und wir können wieder zum Auto zurückfahren. Über den Highway geht’s Richtung Katoomba in den Blue Mountains. Der Highway ist 2-spurig in jede Richtung mit Mittelstreifen. Und es gibt eine extra Radlspur! In Glenbrook fahren wir in den Nationalpark, es ist schon 5 Uhr und wir wollen nicht mehr weiter. Die Schotter- und Sandstraße geht steil nach unten, die Landschaft ist herrlich. Am Ende ist ein großer Parkplatz mit Plumpsklo und da sehen wir die ersten zwei Kängurus. Und es werden noch mehr! Tomi will den Sonnenuntergang fotografieren, aber er ist schnell zurück. Auf einer Wiese rennen und hüpfen bestimmt 10 Kängurus hin und her, einige davon riesengroße Manderl. Da geht Tomi lieber auf Nummer sicher! Tomi: ich sag nur, einer davon war der Klitschko unter den Kängurus, ein Riesentier.

Dienstag, 28.02.2017

Im Nationalpark fahren wir ein paar Aussichtspunkte ab, herrliche Ausblicke auf den Fluss und die Wälder. Außerdem sehen wir noch Felsenmalereien, diese Handabdrücke sind ungefähr 1600 Jahre alt!

Dann geht’s den steilen Berg und die Serpentinen wieder hinauf und wir fahren nach Katoomba auf einen Campingplatz. Und wieder regnet es in Strömen, in der Gemeinschaftsküche grillen wir unser Fleisch und die Würstl. Das ist ganz lustig, alle Grills sind von anderen Campern belegt und es gibt was zu ratschen.

Mittwoch, 01.03.2017

Von Katoomba fahren wir Richtung Canberra. Wir sehen einige tote Kängurus und auch ein paar dicke, tote Wombats, die am Straßenrand liegen. Bei einem Abzweig heißt es zur Jenolan-Höhle und wir fahren über kleine Straßen dorthin. Es geht um eine Kurve und wir sehen eine riesige Höhle und mittendurch geht die Straße! Dahinter ist ein altes Hotel und ein großer Parkplatz.

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Übernachtungsplatz

Wir kommen gerade noch trocken zum Auto und wieder regnet es. Wir fahren die kleine Straße weiter und suchen uns einen Übernachtungsplatz. In einer schmalen Seitenstraße wollen wir uns in eine Nische stellen, an deren Ende ein Gatter ist. In dem Moment kommt ein Farmer vorbei, mit 3 Hunden im verdreckten Auto, braune Finger, lange Fingernägel und zerrissenes Hemd. Er bleibt stehen und sagt uns, das ist kein guter Platz zum Übernachten. Wir sollten doch weiterfahren und entweder an einem kleinen Fluss oder beim Fireway, das ist eine Forststraße, stehen bleiben. Die Stelle am Fluss haben wir nicht gefunden, aber bei der Einmündung des Fireways ist ein größerer Platz, der gut zum Übernachten ist. Den ganzen Abend fahren genau zwei Autos vorbei, die aber mit einem Affenzahn. Ansonsten ist es ganz ruhig, nicht mal Vogelgezwitscher ist zu hören.

Donnerstag, 02.03.2017

Die Nacht war sehr ruhig und sehr dunkel. Zum Pinkeln gingen wir immer zusammen mit Lampe. Ein kurzes Frühstück und wir fahren über den Fireway, schmal, mit Schlaglöchern und Pfützen durch einen Eukalyptuswald bergauf, bergab.

Wir folgen den Schildern zur Wombeyan-Höhle und kommen in ein schmales Tal. Dort gibt es einen Campingplatz und wir bleiben. Um 13 Uhr machen wir eine geführte Höhlentour mit, der Guide spricht so schnell und so viel, wir verstehen kein Wort. Macht aber nichts, die Höhle ist super. Riesengroß, dazwischen ganz schmal und niedrig, wirklich sehenswert.

Mutter mit Baby
Mutter mit Baby

 

Nachmittags und abends können wir tatsächlich draußen sitzen, das sind wir schon garnicht mehr gewohnt. Wir können von unserem Platz aus die Kängurus beobachten, hier leben bestimmt 60 Tiere. Große und kleine, alte und junge. Und alle sind neugierig.

 

Freitag, 03.03.2017

Wieder ist alles verhangen, es nieselt und wir machen uns auf den Weg Richtung Canberra. Wieder den Berg hinauf, über eine Forststraße durch wunderschöne Eukalyptuswälder, Kängurus queren die Straße ohne zu Schauen und bunte Papageien fliegen vor unserer Nase. Dann kommen wir auf eine Hauptverbindungsstraße und die Landschaft ändert sich total. Die bewaldeten Berge hören auf und wir sehen weite, hügelige Weideflächen mit Kühen, Pferden und vor allem Schafen.

Bis Gouldburn, es ist kaum zu glauben, hatten wir 2 Tage keinen Handyempfang, es gab keine Einkaufsmöglichkeit und keine Tankstelle, nur riesengroße Farmen und Wälder. In Gouldburn machen wir Pause. Eine nette Stadt mit alten Gebäuden. Viele Geschäfte in der Hauptstraße und ich bringe meine Brille zum Optiker. Sie ist total wackelig und hält nicht mehr. Nach 2 Stunden kann ich sie abholen, alles ist wieder fest und ich muss nicht mal was bezahlen! Wir gehen noch einkaufen, Lebensmittel, für Tomi Flip-Flops (seine hat er irgendwo stehen lassen!) und einen Tauchsieder für den Zigarettenanzünder. Den suchen wir in einem Geschäft, dort gibt’s keinen, aber die Verkäuferin ruft in einem anderen Laden an, ob die sowas haben. Alle sind total hilfsbereit und freundlich, besonders wenn sie merken, dass wir Ausländer sind. Und viele erzählen, dass sie auch schon mal in Deutschland auf Urlaub waren. Ein kurzer oder längerer Ratsch geht meistens.

Bei Regen fahren wir eine kleine Straße weiter, in einem kleinen Ort soll ein Campingplatz sein. Den gibt es leider nicht, aber ein Mann gibt uns einen guten Tipp zum Übernachten. Wir fahren noch 30km zu einem Fluss, dort ist ein Picknickplatz, wo man auch Campen kann.

Samstag, 04.03.2017

Wir wollen unseren Tauchsieder ausprobieren, aber der Zigarettenanzünder hat keinen Strom. Genauso wenig wie die Zusatzsteckdosen mit 12 Volt und die Innenbeleuchtung. Alles, was auf der 2. Batterie hängt, ist tot. Bei Regen und ohne Kaffee fahren wir nach Bungendore, ein nettes kleines Städtchen. Dort holen wir unser Frühstück nach und fahren weiter Richtung Canberra. Wir suchen uns einen Campingplatz, von dem aus wir öffentlich in die Hauptstadt kommen. Der liegt an einer Pferderennbahn. Dort werkelt Tomi stundenlang am Problem der Batterie. Als erstes findet er eine kaputte Sicherung direkt an der Batterie, jetzt brennt die Innenbeleuchtung wieder. Alle anderen Sicherungen prüft er durch, aber erst als er eine stärke Sicherung einbaut, funktioniert alles wieder. Zur Belohnung gibt es Lamm vom Grill. Und einen schönen Sonnenuntergang – in einer Regenpause.

 

Published inAustralien

6 Comments

  1. Fatima Fatima

    Hi Leute, in den Blue Mountains war ich auch schon. Das ist jetzt 30 Jahre her. Habe meine Studienkollegin besucht, die aus Canberra stammt. Damals war März und es lag Schnee, wir waren auf einer Langlauftour, die jedoch im Schneesturm endete. Gerettet haben wir und damals ist eine top ausgestattete Schutzhütte mit heißem Kaffee und Snacks.
    Und ja, an die toten Kängurus kann ich mich auch erinnern. Die begleiteten uns durch ganz Australien. Viele Aussies halten eben einfach drauf. Traurig..

  2. Fatima Fatima

    Leute, es war natürlich nicht März, sondern September. 🙂 Ich wollte sagen, es war Frühling in Canberra und die Mimosen blühten.

  3. Michaela Breveglieri Michaela Breveglieri

    Hallo Ihr 2,
    jetzt seid’s aber richtig weit weg! Danke für die tollen Berichte und noch die Zusammenfassung über Asien, was insgesamt gut und nicht so gut war.
    Nun also eine ganz andere Welt. Das Video kann man gut anschauen, das mittlere Känguru scheint zu winken (wahrscheinlich kratzt es sich nur), tolle Landschaft und unendliche Weite. Bin schon gespannt wie es Euch weiterhin ergeht.
    Liebe Grüße von daheim!

  4. Bea Bea

    Servus ihr Zwei!
    Danke für die tollen Berichte und die Zeit die ihr damit verwendet uns alle auf eurer Reise mitzunehmen. Es ist herrlich eurem Weg zu folgen. Wenn ich schon nicht in Urlaub komme, dann wenigstens gefühlt durch euch:-)
    Ich wünsche euch weiterhin eine behütete Reise und weiter fleißig berichten, bitte!
    Hier ist es gerade ganz ungemütlich, grau in grau, immer wieder mal Regen. Aber bald kommt er, DER FRÜHLING.
    Sei ganz fest gedrückt.
    d’Beate

  5. Diane Diane

    Ach ist das schön, mit Euch meine ehemalige, 4,5-jährige (1986-1991) alte Heimat zu bereisen!

    Ich staune, wie viel Regen Ihr erleben müßt. An RegenTAGE kann ich mich überhaupt nicht erinnern, dafür Regenschauer, die aber nach Minuten wieder vorbei waren. Kein Mensch besaß einen Regenschirm.

    Ihr habt einen Kookaburra photographiert! Habt ihr ihn auch „lachen“ gehört??
    Mir hat die Jahre in Oz das europäische Vogelgezwitscher sehr gefehlt. Papageien und Kookaburras lachen und schreien, aber zwitschern tut kein Mensch, äh, Vogel. Dafür ist die Papageien- und Vogelvielfalt einfach nur sagenhaft toll. Hoffe, Ihr seht auch mal eine Schar von Wellensittichen, ein wunderschönes Phenomen.

    Die 3-farbige Echse ist toll. Die kenn‘ ich gar nicht!!

    Beim Campen mußte ich damals immer lachen über die 2 getrennten Plumpsklos „Ladies“ und „Gents“. Und weit und breit kein Mensch!!

    Die Menge der Kangaroos ist unverändert. Neugierig waren sie damals schon, allerdings nur, ob es etwas zu futtern gibt.

    Ich freue mich schon sehr auf den nächsten Bericht und den Fotos. Genießt und staunt weiterhin – und immer tanken, wenn es eine Tankstelle gibt!!

    Bussis
    Diane

  6. marlies marlies

    Hi Leute,
    Toyota ist gut und mein M-JJ ist auch einer. Auf die ist Verlass! Wie ihr seht, gehör ich jetzt auch zu euren Fans und bin auf euren Spuren! Ganz neidisch bin ich und würde mich am liebsten gleich auf den Weg machen. Aber selbstverständlich gönne ich euch alle schönen Erlebnisse und Abenteuer von ganzem Herzen.
    Supertolle Bilder macht ihr übrigens.
    Gute Fahrt und viel Spaß.
    Marlies

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