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Australien 6 – Warrumbungle Nationalpark, Lightning Ridge

Mittwoch, 22.03.2017

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Heute kommen wir in eine total flache Gegend. Wir fahren ab vom Highway und kommen auf eine schmale Straße, die teilweise schnurgerade durch große Baumwollfelder führt. Wir fahren gemütlich mit 80 dahin, es ist kaum Verkehr. Allerdings regnet es zwischendurch so stark, dass wir fast stehen bleiben müssen. Aber es ist immer nur kurz und am frühen Nachmittag sind wir in Coonabarabran. Dort holen wir uns in der Touristeninformation Karten für den Warrumbungle Nationalpark. Das ist ein vulkanisches Gebiet, einzelne hohe Felsformationen überragen den Wald. 2013 wurde durch ein Buschfeuer 90% des Waldes zerstört. Aber während der letzten 4 Jahre ist es schon wieder erstaunlich nachgewachsen. Die Sonne scheint den restlichen Tag und wir haben einen schönen Blick auf die Felsen. Nachts ist über uns ein toller Sternenhimmel und im Hintergrund ein ständiges Gewitterleuchten.

Donnerstag, 23.03.2017

DSC_0286Die Sonne scheint immer noch! Wir bleiben noch und machen eine Wanderung zu einem Aussichtspunkt. Gleich am Anfang sehen wir einen Leguan, der ganz gemütlich einen Baum hinaufklettert. Der Weg ist nach dem Feuer wieder gut hergerichtet, wir gehen einen Bach entlang, leider ist kein Tropfen Wasser drin. Ich geh vorraus und schau, dass ich in keinen frischen Känguruschiss steige. Auf einmal schreit Tomi hinter mir: stopp!! Ich bremse und Tomi zeigt mir ein Spinnennetz über dem Weg mit einer dicken, schwarzen Spinne. Wenn er mich nicht gerettet hätte, wäre ich voll mit dem Gesicht ins Netz gelaufen. Nach dem Spaziergang belohnen wir uns mit einem Eis, für mich gibt es ein Magnum Pfefferminz! Total lecker. (2,70€). Es ist heiß, im Schatten kann man es gut aushalten. Auf dem Platz ist ganz still, die Kakaduschwärme schreien nur abends und morgens. Die Ameisen und Fliegen nerven ein bisschen, auch so aufdringliche Vögel, die dir am liebsten das Essen vom Teller nehmen würden.

Freitag, 24.03.2017.

Wir verlassen das vulkanische Gebiet und kommen in eine Ebene mit riesigen Feldern und Weiden. Wieder schnurgerade Straßen, kaum Verkehr. Auf 50km unfestigter Straße kommen uns 4 Autos entgegen! Dafür steht plötzlich ein Schaf auf der Fahrbahn. Und wunderschöne, neongrüne Papageien mit rot-gelbem Bauch fliegen an uns vorbei. Kängurus sehen wir nur tot am Straßenrand liegen und die stinken fürchterlich. Es wird heiß, wir brauchen die Klimaanlage im Auto. Wir kommen nach Walgett und wollen einen Kaffee trinken. Der Ort ist wie ausgestorben, Cafe finden wir keins, wenigstens gibt es einen Supermarkt. Dort decken wir uns noch mit Wasser und Brot ein. Die Preise sind etwas höher als in den großen Supermärkten an der Küste. Auf einer Sandpiste geht es in ein Opalgebiet. Hier ist das größte Vorkommen von Opalen, auch die seltenen schwarzen Opale werden hier gefunden. Wir wollen in einen kleinen Ort, Grawin. Es gibt nur eine Staubstraße dorthin, überall sind große, weiße Steinhaufen, Blechbehausungen und Förderanlagen.

Glengarry Hilton Pub und "Hotel"
Glengarry Hilton Pub und „Hotel“

Wir sehen im Internet drei Campingmöglichkeiten. Bei der ersten ist es absolut tot und kein Mensch zu sehen. Wir fahren den 2. Platz an, in dem Pub arbeiten zwei Mädls und wissen von nichts. Aber sie schicken uns zum „Hilton“, nochmal 5km weg. Als wir dort ankommen, ist es schon fünf Uhr und das ganze Pub ist voller Leute. Wir können zwischen den Steinhaufen unser Auto abstellen zum Übernachten und dann genehmigen wir uns ein Bierchen. Es dauert nicht lang, und wir sitzen unter den Opalsuchern, Lastwagenfahrern und deren Frauen. Eine Frau mit Bart hat mich ins Herz geschlossen und spendiert mir gleich noch ein Bier. Es ist eine lustige Truppe und schon ganz schön angetrunken. Bei stockfinsterer Nacht und einem wunderbaren Sternenhimmel gehen wir beschwingt ins Bett.

die Campingdusche

Samstag, 25.03.2017

ein geschliffener, gefasster Opal
ein geschliffener, gefasster Opal

Das war die erste Nacht in Australien, in der wir die warme Zudecke nicht gebraucht haben. Es gibt eine Dusche, ich mach’s auf die indische Art mit Eimer und Schöpfer, Tomi mit der Campingdusche. Zum Kaffeetrinken fahren wir in das 2. Pub Sheedyards und können uns von ein paar „Kumpels“ verabschieden. Zurück über die holprige, staubige Straße fahren wir nach Lightning Ridge, ein richtiger Ort mit Häusern und ein paar Geschäften. Bei der Touristeninformation wollen wir uns Karten holen. Auf dem Platz davor stehen eine Menge Tische und Bänke und viele Leute. Heute ist „Harmonie-Day“, sie haben über 50 Nationen im Ort und man trifft sich zum Essen und Ratschen. Wir werden gleich eingeladen und können ein zweites Frühstück genießen. Es gibt lauter selbstgemachte Sachen. Und es ist wahnsinnig heiß. Nach Kaffee und Kuchen stellen wir unser Auto auf den Campingplatz und schwitzen. Es geht kaum ein Lüftchen und wir hängen ganz schön rum. Abends sitzen wir mit Heidi und Niko aus Murnau noch ein bisschen zusammen und sie erzählen von Neuseeland.

Sonntag, 26.03.2017

Es hat 37Grad. Und kaum ein Lüftchen. Trotzdem fahren wir vormittags zu einer Mine, die man besichtigen kann. Es geht jede Menge Stufen hinunter, gebaut für die Touristen. Normalerweise ist der Einstieg ein tiefer Schacht, Durchmesser ungefähr 1,50m. Es ist angenehm kühl, leider ist die Mine nicht mehr benutzt und die Wände sind mit Figuren etwas kitschig gestaltet. Aber man hat trotzdem eine Vorstellung, wie früher gearbeitet wurde.

Wir fahren ein bisschen durch die Gegend und sehen doch noch einiges Interessante.

 

Tomi: wir kommen nach Grawin, wie Daggi schon geschrieben hat, ich sehe das Pub und die Leute und habe gleich festgestellt : “ Hier bin ich richtig “ . Gleich ein Bierchen, sofort ein kleiner Ratsch und ab ging die Post 🙂  Sie sehen verwegen aus, waren aber total nett, getrunken haben sie anständig, sie haben nur ein anderes Mischungsverhältnis bei Cola Whisky wie wir, 3 Teile Whisky und 2 Tropfen Cola. Sie leben nach ihren eigenen Regeln, Polizei gibt es keine, da fährt man halt vollbesoffen nach Hause. Man kann es nicht beschreiben wie die hier leben, man muss es gesehen haben. Es gibt welche, die kommen als Touristen und bleiben – aber ich musste weiterziehen!!

Published inAustralien

3 Comments

  1. marlies marlies

    Hi Leute,
    hab euren Eintrag noch gar nicht richtig gelesen. Kommt noch. Nur vorab: auch bei uns wird’s jetzt wieder schöner und wärmer…. Jippppiiiii
    Alles Gute euch beiden und bis bald
    Marlies

  2. Fatima Morawietz Fatima Morawietz

    auch schon fündig geworden? Ich hätte gerne einen weißen Opal

  3. Brigitte Brigitte

    Tolle Bilder ! Australien pur. Und die Tierwelt, spannend und exotisch,
    Man muss ja schon aus einem besonderen Holz geschnitzt sein um da im Nirgendwo sein Glück zu finden.
    Da brauchts am Abend schon ein paar Gläschen Wiskey mit ein paar Tröpfchen Cola.
    Passt gut auf Euch auf
    L u B

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