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Australien 8 – Inverell, Wollomombi + Cathedral Nationalpark

Copeton Damm

Donnerstag, 30.03.2017

Es regnet, seit wir in Bingara losgefahren sind. Es geht durch eine bergige Gegend, wäre ganz schön, aber bei dem Wetter wollen wir nicht mal aussteigen zum fotografieren. Am Copeton Staudamm machen wir Pause, überlegen, ob wir hier in dem Naturschutzgebiet auf dem Campingplatz bleiben.

neues Batterie-Relais

Aber wir entschließen uns, doch weiter bis Inverell zu fahren. Dort fragen wir im ersten Autozubehörladen wegen der Batterien nach. Der Mann verweist uns an einen Autoelektriker, der seine Werkstatt direkt dahinter hat. Es ist ein netter, junger Mann, der sich gleich Zeit für uns nimmt. Es stellt sich heraus, dass das Relais, das zwischen die zwei Batterien gehört, um sie zu trennen, zwar vorhanden ist, aber kaputt. Die zwei Batterien wurden einfach mit einem Kabel verbunden und deshalb saugte die 2. Batterie die erste leer. Er baut uns ein neues Relais ein, bringt die ganzen Kabel in Ordnung und will dann nur 70€ von uns. Jetzt ist wieder alles bestens, die Starterbatterie wird nicht leergesaugt und wir brauchen keine Angst mehr haben, dass das Auto nicht anspringt. Wir gehen einkaufen und wollen auf einen Campingplatz im Ort. Leider können wir dort nicht bleiben, er liegt am Fluss und es gibt Hochwasser. So fahren wir zu einem anderen, er liegt trocken, ist aber nicht besonders schön. Zum Abendessen will Tomi unbedingt eine Pizza und nachdem es keinen Backofen gibt, macht er sie auf der Grillplatte. Aber es hat funktioniert.

Samstag, 01.04.2017

Gestern sind wir umgezogen, der Platz war uns doch zu schmuddelig und zu weit ab. Der Campingplatz im Ort war wieder benutzbar und wir bekamen einen asphaltierten Stellplatz.

Heute war eine eiskalte Nacht, aber der Tag ist herrlich, die Sonne scheint und wir machen eine Wanderung zum Inverell-See und eine große Runde durch den Eukalyptuswald. Es ist ein markierter Wanderweg und teilweise sehr batzig. Wir sehen nur 2 Kängurus, keinen Schnabeligel oder sonstiges Getier.

Dann sitzen wir noch mit Meiko aus Deggendorf zusammen, er ist hier für 3 Monate mit dem Radl unterwegs und will anschließend noch nach Asien und auch dort einiges erradeln.

Sonntag, 02.04.2017

Heute Nacht wurde die Zeit umgestellt, 1 Stunde zurück, jetzt ist Winterzeit und wir sind nur noch acht Stunden voraus. Es ist Herbstanfang hier in New South Wales.

Tomi geht’s nicht so gut, er hatte die letzten Nächte Migräne. Wir fahren nur 20km und bleiben auf einem abgelegenen Picknickplatz mit Plumpsklo an einem Fluss stehen. Zuerst brennt die Sonne auf unseren Platz, dann kommen die Wolken und der Wind. Spätnachmittags wird es so kühl, dass wir wirklich unsere Jacken brauchen und das Abendessen bringen wir schnell hinter uns und verziehen uns in das Auto.

Montag, 03.04.2017

Heute geht’s bei Sonnenschein weiter, wir kommen durch eine schöne Gegend mit großen Steinen. Hin und wieder sind die Straßen überflutet, aber das ist für uns ein Kinderspiel.

Wir kommen durch Armindale und fahren bis zum Wollomombi-Nationalpark. Da gibt es einen Stellplatz, wieder mit Plumpsklo, aber total ruhig. Von dort aus kann man einen kurzen Spaziergang zur Schlucht machen und hat einen tollen Ausblick.

Dienstag, 04.04.2017

Wieder war die Nacht so kalt, dass ich eine lange Leggings anziehen musste, trotz warmer Bettdecke. Und das Frühstück findet drinnen statt, in der Früh haben wir keine Lust, nach draußen zu gehen. Aber die Sonne kommt dann doch kurz durch und wir laufen die Aussichtspunkte ab, von denen aus man die Wasserfälle sehen kann. Der Wollomombi-Wasserfall ist der zweithöchste Australiens mit 260m Höhe.

Nachmittags erholen wir uns von den Strapazen (welche Strapazen) und Tomi verschönert unser Auto. Leider kommt wieder Regen auf und das frischgestrichene Vorderteil leidet ein bisschen.

Mittwoch,05.04.2017

Es ist kalt, bewölkt, aber trocken. Wir fahren ungefähr 30km und kommen in den Cathedral-Nationalpark. Eine unbefestigte Straße führt zu einem Picknickplatz, von dem aus wir losmarschieren. Es geht durch ein verwunschenes Tal, lauter riesige, bemooste Felsen, genannt Woolpack Rocks, die Wollknäulfelsen, und auch die Bäume sind voller Moos.

Wir nehmen den Abzweig, der auf einen Aussichtspunkt hinaufführt. Es ist teilweise eine richtige Kletterpartie, aber der Ausblick ist herrlich.

Nach 2 1/2 Stunden sind wir wieder zurück am Auto und fahren zur nächsten Sehenswürdigkeit. Der Ebor-Wasserfall.

Dann ist’s genug, es gibt einen guten Kaffee in Ebor und weiter geht’s über Dorringo nach Bellingen. Ein kleiner Ort mit vielen alten Häusern. Wir gehen im Schwimmbad zum Duschen und übernachten auf dem Parkplatz davor.

 

Published inAustralien

4 Comments

  1. Josefine und Werner Josefine und Werner

    Hallo Ihr Zwei,
    das sind wirklich fantastische Bilder. Wir wünschen Euch jetzt aber mal etwas besseres Wetter. Dass man in Australien frieren könnte, hab ich nicht unbedingt erwartet ?
    Gestern gab’s in München Temperaturen um die 20 Grad. Das würde Euch zur Zeit sicherlich gut tun.
    Ganz liebe Grüsse und „Bonne Route“
    Josefine und Werner

  2. Fatima Morawietz Fatima Morawietz

    Wie ist die Zweisamkeit im Gefährt????
    Frohe Ostern im Herbst, Fatima

  3. Hanna Hanna

    Hallo Ihr,
    wieder ein super schöner Bericht. Kann verstehen, dass viele Auswanderer so begeistert sind.
    Ich wünsche Euch frohe Ostern.
    Liebe Grüße
    Hanna

  4. Frau Holle grüßt aus München mit ner Ladung Neuschnee. Einwenig mMitgefühl mit euch bei den niedrigen Temperaturen. Tolle Aufnahmen aus dem „Kunstpark“ Natur
    Winke winke von München
    Gisela

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