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Australien 15 – Atherton Tableland

Montag, 08.05.2017

Wir sind im Atherton Tableland. Ein fruchtbares Hochplateau, einige Bergkegel, Überreste einstiger Vulkane,  schauen aus der hügeligen Landschaft. Es gibt noch kleine Streifen Reigenwald und dazwischen Kraterseen.

Es hat die ganze Nacht geregnet, jetzt lockern sich die Wolken auf und es bleibt trocken. Links und rechts neben der Straße sind Bananen-, Mango-, Avocado- und Zuckerrohrplantagen. Über Atherton und Yungaburra fahren wir zum Lake Barrine. Die 5km Wanderung führt rund um den See und wir sehen jede Menge Riesenbäume. Manche mit vielen Luftwurzeln und manche ganz glatt. Gleich am Anfang kommen wir zu zwei Bull Kauri Bäume. Sie sind 45m hoch und jeder hat einen Umfang von 6m!! Wir treffen auf kleine, braune Tierchen, so groß wie eine Ratte, aber einen dicken, runden Körper und ein dünnes Schwanzerl. Und auf eine schwarze Schlange, Tomi wär beinahe draufgetreten und macht gleich einen Satz auf die Seite. Wer weiß, vielleicht ist sie giftig! Im Nachhinein erfahren wir, sie ist tatsächlich giftig. Aber sie findet im Regenwald genug Futter, so dass sie kein Tomi-Beinchen braucht! Tomi: wir haben erfahren, dass es nur in Cairns ein Gegenmittel gibt und ich brauche mir keine Gedanken ums Überleben machen. Keine Chance, sagt der Mann von der Information!

Auf dem Weg nach Yungaburra gibt es den Curtain Fig Tree. Wir haben jetzt schon so viele riesige Bäume gesehen, aber da bleibt uns doch die Spucke weg. Dieser Baum ist so groß, wir bringen ihn der Höhe und der Breite nach garnicht auf’s Bild. Es ist ein Gummibaum, in dessen Astgabel sich ein Samen eines Schmarotzerbaumes festgesetzt hat und den Baum mit seinen Luftwurzeln erdrückt. Gigantisch!

Am Lake Tinaroo gehen wir auf den Campingplatz. Die Sonne scheint, aber im Schatten ist es kalt. Unseren Sundowner trinken wir mit einer warmen Jacke. Es ist der letzte Hong Tong, den wir aus Thailand mitgebracht haben. Jetzt ist unser Schnapsvorrat aufgebraucht. Beim Abendessen, Kängurufilet mit Kartoffelplätzchen, wird es uns garnicht mehr warm.

Dienstag, 09.05.2017

Frühstück nicht nur für uns

Es ist bewölkt und frisch. Wir fahren nach Yungaburra, Tomi fährt mit dem Toyota in die Werkstatt, anscheinend läuft Getriebeöl aus. Ich setz mich in die Touristeninformation und kann unsere Seite weiter machen. Nach einer Stunde kommt er wieder, ein junger Mechaniker hat alles überprüft und abgeschmiert. Es ist alles in Ordnung. Und dafür hat er nichts verlangt! Tomi lässt noch die Reifen auswuchten, bei einem hat ordentlich was gefehlt. Er zahlt nur das Wuchten, der junge Mann bekommt natürlich ein schönes Trinkgeld. Wir machen einen Spaziergang am Peterson Creek und sehen sogar einen „Wasserdrachen“ und ein Baumkänguru mit Baby!

Danach gibt es einen guten Kaffee mit Apfelkuchen und Scones.

Mittwoch, 10.05.2017

In der Früh hängt der Morgennebel über dem See und dem Platz. Aber bis wir weiter kommen, scheint wieder die Sonne.

In Atherton holen wir noch Bargeld und fahren über Milanda auf einer kleinen Straße nach Milla Milla. Dort machen wir die Wasserfall-Runde.

Über eine noch kleinere Straße kommen wir nach Ravenshoe. Das ist der höchstgelegene Ort Queenslands.

am Lagerfeuer mit einem Bierchen

 

Da soll es heute Nacht nur 10 Grad haben! Es ist ein kleiner Ort, die Hauptstraße, ein paar Geschäfte und der ehemalige Bahnhof. Dort ist ein Campingplatz, für 10€ incl. Strom können wir übernachten. Die Duschen und Toiletten sind im ehemaligen Bahnhofshäusl, die Gleise führen mitten durch und ein Zug wartet auf seine Abfahrt. Um 5Uhr abends zünden die Platzwarte ein Feuer an und alle Gäste treffen sich mit einem Bier zum Ratschen in der Camp-Küche. Richtig gemütlich.

Donnerstag, 11.05.2017

Nachdem hier das Internet so gut ist, hab ich heute unsere Seite auf den neuesten Stand gebracht. Abends gibt es am Lagerfeuer Dumpers, das ist ein Brot, im gusseisernen Topf im Feuer gebacken. Ein Laib ist mit Schinken und Käse, das andere pur. Frisch aufgeschnitten und mit Butter bestrichen schmeckt es richtig lecker. Leider gibt es für jeden nur drei Stücke, aber es muss ja für alle reichen. Dazu spielt eine Rentnerband vom Ort Rocksongs aus den 70ern. Um 19Uhr löst sich alles auf und wir können uns noch unser Fleisch grillen.

Jetzt hat es doch länger gedauert, aber wir hatten die letzten 4 Tage kein Internet. Wir sind in der Zwischenzeit auf dem Savannah Way, und da kann das öfters vorkommen. Aber der nächste Bericht kommt bestimmt!

Published inAustralien

2 Comments

  1. Brigitte Brigitte

    Unglaublich was ihr beide mittlerweile alles gesehen und erlebt habt.
    Bestimmt mehr als der Großteil der Australier.
    Europa hat viel zu bieten, aber diese Tier- und Pflanzenarten eindeutig nicht.
    Wir wünschen Euch weiterhin viel Freude am Reisen
    L u B

  2. Diane Diane

    Oh mein Gott! Bei der Schlangengeschichte wird’s mir ganz anderes! PASST AUF, WO IHR HINTRITT!!!! (Deshalb hat mein damaliger australischer Angetrauter immer gemeint: „You want to take a walk in the bush? You’re crazy! Forget it!“ )

    Die Vögelchen sind ja wieder der Hamma! So was von zutraulich!

    Kangaroo Filet ist nicht das Schlechteste! Yummy!

    Fotos wieder fabelhaft! Weiter so und immer schön safe und gesund bleiben!

    (Morgen ist Essenstreff bei Michi mit Doris. Werden an dich, Dagi, denken!)

    Cheers, Diane

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