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Australien 19 – von Mt. Isa nach Alice Springs

Donnerstag, 25.05.2017

immer fleißig

Die Nacht war wieder angenehm kühl, in Mount Isa lassen wir noch unsere Gasflasche auffüllen und in der Touristeninfo gibt es für eine Stunde Internet und ich lad die Fotos für unsere Seite hoch. Dann geht’s raus aus der Stadt. Rund um Mount Isa ist es hügelig, eine Erholung für die Augen nach so langer Zeit in der Ebene. Aber zu früh gefreut, nach einigen Kilometern sind die Hügel weg und es geht schnurgerade durch die Ebene. Es wächst hauptsächlich Gras und niedrige Bäume. Links und rechts der Straße läuft ein Zaun, gehört dieses Nichts jemandem? Wir biegen ab auf einen unbefestigten Weg ab, teilweise ganz gut zu befahren, dann wieder Wellblech und Löcher. Wenn uns Autos entgegenkommen, sehen wir von Weitem schon die Staubwolke.

Auf der eintönigen Fahrt gibt es dann doch hin und wieder etwas Kurioses.

Um 16Uhr sind wir in dem einzigen Ort auf der Strecke, Urandangi, 40 Einwohner, eine Schule und ein Pub. Dort trinken wir ein kaltes Bierchen und bleiben an einem freien Übernachtungsplatz. Die Fliegen sind lästig, wir essen unser Kängurusteak im Auto.

Freitag, 26.5.2017

Hier ein paar Eindrücke der Straße:

40km nach Urandangi überqueren wir die Grenze Queensland – Northern Territory. Wir müssen unsere Uhr 1/2 Stunde zurückstellen, das heißt, wir sind jetzt nur noch 7,5 Stunden voraus. Hier wird die Straße plötzlich doppelt so breit, dafür aber total sandig. Es gibt hier wilde Kamele, ich halte dauernd danach Ausschau, aber wir sehen kein einziges. Nur jede Menge kaputte Autoreifen.

Mitten in der Wüste, in Tobermorey, einer Rinderstation, gibt es ein Eis für uns. Unterwegs treffen wir eine Aborigine Familie, die zum 2.Mal einen platten Reifen hat. Wir fragen, ob wir helfen können. Wir sollen in ihrer Community Bescheid sagen, dass sie Hilfe brauchen. Ist nicht weit dorthin, nur 50km. Es liegt auf dem Weg und wir fahren dort vorbei. In Jervois gehen wir für 10€ auf einen Übernachtungsplatz. Hier an der Tankstelle kostet der Liter Diesel 1,40€.

Samstag, 27.05.2017

Nochmal 200km Piste, wir werden ordentlich durchgeschüttelt.

Wir bleiben in Gemtree, auch eine Rinderstation, auf dem Campingplatz. Dort treffen wir das Schweizer Pärchen wieder und gehen gemeinsam abends zum Essen. Es gibt für alle das Gleiche, Roastbeef, Kartoffeln, Blumenkohl, Brokkoli und gegrillte Zwiebeln. Gut, aber ein bisschen wenig. Dann wird uns noch ein Film der Familie aus den Anfangsjahren gezeigt. Interessant und lustig.

 

Tomi beschreibt seine Fahrweise: Anfangs fuhren wir brav 40km/h auf den Wellblechpisten, das Lenkrad musste man krampfhaft festhalten und die ganze Hütte klapperte. Die Autos, die uns entgegenkamen, fuhren teilweise bestimmt um die 80km/h, ich dachte mir : lauter verrückte!  Man tauschte sich mit anderen Reisenden aus und alle sagten, das einzige Mittel gegen das Rütteln ist “ Geschwindigkeit “ , mindestens 80km/h. Gesagt , getan und siehe da, es funktioniert. Man fährt auf den Spitzen der Wellen. Aber es bleibt nicht bei den Wellen, es kommen sandige Strecken, Spurrillen usw., man wechselt laufend die Spur und hofft einen besseren Abschnitt zu erwischen. Wenn wir Pech haben, jagt uns ein Road Train mit einer riesigen Staubwolke. Nach 300 km ist man durchgeschwitzt und weiß, was man getan hat und man gehört zum Kreis der Verrückten.

Published inAustralien

2 Comments

  1. Horst Horst

    Hallo ihr beiden, ihr wolltet doch in Richtung Birdsville. Seid ihr falsch abgebogen? 😉
    Ich bin jetzt schon vor Brisbane, doch in der Nacht hat’s hier auch nur 5°

  2. Bea Bea

    Servus Reisende,
    ich bin immer wieder geflashed von euren Bildern und den Berichten. Ein unglaublich vielfältiges Land. Schön, dass ihr Zwei dies alles gemeinsam erleben könnt.
    Hier ist es mittlerweile ziemlich heiß geworden, aber kein Grund zur Klage, in unserem Büro ist es wie immer schön kühl:-)
    Lasst es euch weiterhin gut gehen und passt auf euch auf.
    Pfiadeich

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