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Kambodscha 1

Kambodscha:

Ein Königreich mit einer demokratischen Verfassung, liegt zwischen Thailand, Laos und Vietnam. Ist ungefähr halb so groß wie Deutschland. Es gibt rund 14,5 Millionen Einwohner.

Die offizielle Währung ist Riel, Hotels und Restaurants wollen Dollar und bis Phnom Penh kann man mit thailändischen Bath bezahlen. Da muss man sich erst mal reinfinden.

Hier ist Rechtsverkehr und es wird wieder gehupt.

Donnerstag, 27.10.2016

Ein Minibus holt uns um 7:15Uhr vom Hotel auf Koh Chang ab. Mit ihm geht’s auf die Fähre und dann weiter 1 1/2 Stunden zur Grenze. Natürlich wird dazwischen getankt und eingekauft.

Grenzübertritt: Der Bus hält, alle steigen aus und sofort ist man umringt von netten Männern, die das Gepäck tragen wollen, die einen zur „richtigen“ Grenze bringen wollen, die einem helfen wollen, das Formular auszufüllen, die einen Anschlussbus besorgen können und, und, und. Wir haben natürlich vorher drüber gelesen und gehen alleine mit unserem Gepäck zum thailändischen Schalter. Da wird nur der Ausreisezettel angeschaut und der Pass abgestempelt. Weiter geht’s zu Fuß fünf Minuten zur kambodschanischen Grenze. Dort muss man 2 Zettel ausfüllen – natürlich könnte man Hilfe von einem netten Mann bekommen – und dann stellt man sich an den richtigen Schalter an. Man wird mehr oder weniger freundlich in ein Zimmer gebeten. Dort sitzen 2 Männer in Uniform und einer im Schiesser Feinripp. Die Zettel werden angeschaut, Fotos angeheftet und 1600 Baht (40€) pro Person verlangt. Wir erklären, dass das Visum doch 20$ laut Internet kostet. Schulterzucken. In der Zwischenzeit füllt der 2. Mann einen Zettel aus. Wir versuchen es mit 1200Baht (im Internet in einem Reisebericht gelesen). Nein, nein, das Visum ist dieses Jahr teurer geworden. Dann will ich eine Quittung für unsere Zahlung. Tomi hält mich zurück und sagt, ich soll doch warten, bis wir das Visum im Pass haben, nicht dass wir keins bekommen. Also, der 1.Mann klebt einen Zettel in den Pass, der 2. Mann stempelt. Jetzt wird noch der Einreisezettel in den Pass geheftet und der 1. Mann verlangt nun 3000 Bath für beide. Ich bezahle beim 3. Mann und will eine Quittung. Aber jetzt versteht er überhaupt kein Englisch mehr und wir müssen gehen! Aber offiziell ist kein Grenzer korrupt!

Wir hatten die Fahrt nach Sihanoukville schon in Koh Chang bezahlt und sollten in einem großen Bus von der Grenze aus dorthin fahren. Aber wieder fing uns ein netter Mann ab und brachte uns zu einer kleinen Agentur, wo wir auf den Bus warten sollten. Und er erklärte uns, wir müßten mit einem Minibus fahren, der große fährt nicht. Diskussion hin und her, und nachdem es zu regnen anfing, stiegen wir doch ein, mit dem Hinweis, nichts mehr zu bezahlen. Dabei blieb’s auch. Nachdem man soviel über die Abzocke hier liest, sind wir sehr misstrauisch. Manchmal zu unrecht. Die Fahrt war landschaftlich sehr schön, grün, viel Wasser und im Hintergrund die Berge. In den Dörfer viele Holzhäuser auf Stelzen, oben wird gewohnt, unten steht das Auto oder es wird in der Hängematte geschlafen. Der Müll wird meistens einfach neben dem Grundstück entsorgt.

Sihanoukville: 90.000 Einwohner, liegt am Meer und hat 4 Strände. Wir wohnten in der Stadt, an den Stränden gibt es viele Hotels, Casinos, Restaurants und viel alte Männer mit jungen Asiatinnen. Es hat viel geregnet, unterwegs gab’s für uns Hendlteile vom Grill. Nur für mich ein Füßchen zum Abfieseln.

Samstag, 29.10.2016

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unsere Dachterrasse

Kampot: Kleiner Ort am Fluss Teuk Chhou. Wir hatten ein großes Zimmer im 3. Stock mit einer Dachterrasse. Die Straße war sehr ruhig, leider hatten wir wieder mal eine Baustelle in der Nähe. Die Betreiber sind nicht die hellsten und schnellsten, zum Frühstück muss erst mal eingekauft werden. Und die maroden Radl, die man eigentlich mieten könnte, sind auch nach 3 Tagen nicht in Ordnung gebracht. Und mittags steht das Frühstücksgeschirr noch auf dem Tisch, es muss ja vorher geschlafen werden.

Montag, 31.10.2016

Wir mieten einen Roller. Ein heißer Ofen. Die Beschleunigung zog uns die Falten aus dem Gesicht. Die Landstraße ist einigermaßen gut, wenig Verkehr und alle fahren langsam. Wir wollen zur Höhle Kampong Trach. Aber so Hauptstraßen sind ja nichts für Tomi, da muss schon was anderes her. Also runter vom Asphalt und rein ins Hinterland.

Die Höhle haben wir nach einigen Umwegen doch noch gefunden, ein enger Eingang und dann kommt man in einen Innenraum mit 40m Durchmesser, 30m hohen, bewachsenen Wände und ist oben offen. Es ist total ruhig, man hört nur das Tropfen von Wasser von den Stalaktiten. Rundum sind Buddhafiguren und kleine Wasserbecken.

Unterwegs kommt man an Reis- und Zuckerrohrfeldern vorbei.

Hier noch ein paar Eindrücke vom Markt in Kampot

 

Published inKambodscha

3 Comments

  1. Fatima Fatima

    Was für ein Unterschied in der Mentalität zu Mayanmar. Von einer Freundin, die Vietnam, Laos und Kambodscha bereiste, hab ich erfahren, dass manche Leute in Kambodscha ganz schön abgezockt sind und auch mal gerne die Tasche vom Roller geschnappt wird. Also Augen auf!!!

  2. Brigitte Brigitte

    Was für tolle Bilder!
    Besonders die coolen Mopedfahrer und der“Fleischverkauf“ haben es mir angetan. Die Hängematte über dem Verkaufstisch, man stelle sich das bei uns vor.
    Es stimmt nun mal: „Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erleben“.
    L u B

  3. Katrin und Sepp Katrin und Sepp

    Hallo ihr zwei!
    Wir sind inzwischen wieder im kalten Deutschland angekommen. Sind von Kälte und Schnupfen geplagt. Leider haben wir eure E-Mail Adresse verschlampt.
    Wir wollten euch doch das Foto, dass wir in Phnom Penh geknipst haben schicken. Vielleicht könnt ihr uns die Adresse noch mal senden. Bis dahin noch viele nette Begegnungen. Der Abend war sehr schön mit euch.
    Katrin und Sepp

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