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Kambodscha 4

Samstag, 12.11.2016

Wir kommen nach Siem Reap. Normalerweise buchen wir nie ein Hotel im Vorraus, sondern schaun uns erst mal das Zimmer an. Diesmal dachten wir, es ist besser zu buchen, denn es ist Wasserfestival, das in Siem Reap besonders sein soll, und außerdem sind hier sowieso jede Menge Touristen, da von hier aus Angkor Wat besichtigt wird. Also, wir hatten Glück und das Hotel ist wirklich gut. Unser Zimmer ist groß, hell, sauber und die Besitzerin ist sehr nett. Nur das Frühstück wie immer, Ei und Toast. Aber im Supermarkt fand ich ein Müsli und Fumi, die japanische Besitzerin, ist flexibel und stellt mir jeden Morgen Obst und Joghurt auf den Tisch.

Siem Reap: eine Kleinstadt, die ganz auf die Touristen eingestellt ist. Überall wird gebaut, es gibt tausend Restaurants und Geschäfte, teilweise kommt man sich vor wie in Rimini. Man bekommt alles zum Essen, italienisch, mexikanisch, westlich und sogar dazwischen kambodschanisch. Von hier aus sind es 6km bis zum archäologischen Tempelbereich von Angkor Wat.

Offiziell darf man als Tourist keinen Motorroller mieten und wir erkundigen uns wegen eines Elektroradels. Wir werden gut beraten, eine kurze Zusammenstellung von Touren für 3 Tage und wir können es uns überlegen. Aber wir entscheiden uns doch einen Roller zu mieten, es werden auch überall welche angeboten. Wir fahren ca. 20Minuten Richtung Angkor Wat, bei einem Checkpoint wollen sie unsere Tickets sehen. Haben wir natürlich  nicht, wollten die eigentlich dort kaufen. Es gibt keine Verkaufsstelle, wir sollen zurückfahren. Also, 10 Minuten zurück, nächste Straße. Wieder ein Checkpoint, wieder keine Tickets. Endlich sagt uns jemand, wo wir hin müssen. Es ist eine ordentliche Strecke zurück, in eine Seitenstraße hinein und bis zum Kreisverkehr. Dort ist ein großes Zentrum, viele Touristen. Wir kaufen ein 3-Tages-Ticket für 40$ pro Person. Es gilt eine Woche und wir müssen uns fotografieren lassen. Jetzt ist es schon halb sechs und wir sind froh über unseren Roller. Mit dem Radl hätten wir doppelt so lang gebraucht. Trotzdem schaffen wir es nicht, den Sonnenuntergang von einem Tempel aus zu sehen.

Dafür gibt’s ein paar Köstlichkeiten

Der Tempelbereich Angkor Wat: bis Ende des 16.Jahrhunderts Hauptstadt und Königssitz, verteilt auf 400qkm . Wurde 1860 entdeckt, aber erst 1907, nach dem Rückzug Thailands, konnte mit der Erforschung und Restaurierung durch Frankreich begonnen werden. Seit 1992 UNESCO-Weltkulturerbe, es wird auch heute noch von verschiedenen Organisationen versucht, den weiteren Verfall zu stoppen.

Sonntag, 13.11.2016

Wir machen uns auf zur kleinen Runde. 17km

Ta Prohm: erbaut 1186 mit der Funktion eines buddhistischen Klosters. Die Anlage wurde von den Archäologen so belassen, wie die gesamte Tempelstadt vorgefunden wurde.


Wollten eigentlich noch Angkor Wat besichtigen, aber…..

Montag, 14.11.2016

Heute sind wir früh dran, die Menschenmassen sind noch überschaubar. Wir beginnen mit Angkor Wat, einer Königsstadt, umgeben von einem 150m breiten Wassergraben, in der 20.000 Menschen lebten. Der Tempel ist das größte sakrale Bauwerk der Erde. Baubeginn war die erste Hälfte des 12. Jahrhunderts und es dauerte 37 Jahre bis zur Fertigstellung. Im Tempel durften  nur Priester, der König und Beamte wohnen.

Abends gehen wir in den Ort zum Fluss. Heute ist der Haupttag des Wasserfestes. Es werden Bootsrennen veranstaltet, links und rechts am Ufer sind lauter Standl mit Essen usw. An einem Platz werden die Leute bei Techno-Musik mit Wasser bespritzt, um sechs Uhr ist Feuerwerk und anschließend lassen die Kambodschaner Blumengestecke mit Kerzen in den Fluss. Ein schönes Spektakel, wir hatten Spass beim Zuschauen.

Dienstag, 15.11.2016

Heute ist die große Runde dran. 26km

Preah Khan: Erbaut in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts, umfasst eine Größe von 50 Hektar und diente als Tempel und Klosterschule. Innerhalb der Mauer wohnten Mönche, Studenten und Bedienstete in Holzhütten.

Bayon: wurde 100 Jahre nach Angkor Wat errichtet. hat 54 Türme mit 200 Gesichtern.

Freitag, 18.11.2016

Heute machen wir einen Tagesausflug mit dem Roller. Eine wunderschöne Landschaft, Reisfelder, kleine Dörfer und Palmen. Auf dem Rückweg ging uns fast das Benzin aus, wir waren im Nirgendwo, nur Reisfelder und unsere Schotterstraße, wir kamen auf eine Hauptstraße und hatten das selbe Bild, Reisfelder, Straße, nichts. Irgendwann tankten wir einem halben Liter Gemisch (eigentlich für unseren Roller nicht geeignet) und kamen mit Müh und Not zu einer Tankstelle. Insgesamt sind wir bestimmt 100km gefahren und uns tut das ganze Gstell weh.

Das Hauptverkehrsmittel ist das Moped, mit einer Hand fahren, mit der anderen Hand telefonieren ist ganz normal, die Straße kann noch so schlecht sein. Oft sind sie überladen, transportiert wird damit alles, oft fährt man zu Viert. Aber am Freitag kam uns einer entgegen, natürlich einhändig, in der 2. Hand hielt er eine Holzstange nach oben, dort hingen 2 Infusionen, die in seinen Arm liefen. Ohne Worte und für ein Foto mal wieder zu langsam :- )

Published inKambodscha

3 Comments

  1. Hanna Hanna

    Hallo Ihr Zwei,
    was wunderbare Bilder. Leider ist natürlich auch so einiges los. Aber super schöne Eindrücke. Würde auch keine Spinnenfüße essen. Schon Frosch ist gewöhnungsbedürftig.
    Sieht aber doch alles sehr appetitlich aus. Noch viel Spaß in Kambodscha.
    Hanna

  2. hallo ihr Beiden auf der anderen Seite der Welt…
    wow, tolle Bilder wiedermal!!! gut, dass ihr manchmal auch zu sehen seid. so kann man die Dimension der Tempelanlage von Angkor Wat erahnen. ich war ja vor 40 Jahren mal dort, die Bilder sind immer wieder spannend zu sehen. Damals waren die Tickets etwas leichter zu bekommen 🙂 . und euer Ma-Da erholt sich hoffentlich immer wieder gut. Na ja, die Spinnenbeinchen krabbeln halt gerne durch die Tomi-Darmschleifen. Ganz viel Spass und gesundes Essen und Trinken weiterhin auf eurer Reise.
    Wir haben gerade warme Föntage am Alpenrand und wunderbare Sonnenuntergänge. Auch nicht so schlecht. meine amerikanische family kommt am 15.12. für drei Wochen und Ende Januar zieht mich wieder nach San Francisco.
    alles Liebe aus der Heimat
    eure Gisela

  3. Ingrid Tscharntke Ingrid Tscharntke

    wow, dankeschön, dass ihr mich mitgenommen habt. Schon sehr beeindruckend. Passt gut auf euch auf. Nächste Woche gehts nach Gokarna zu drei wochen langweiligem Gemüse aber wunderbarsten Ölgüssen….

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