Dienstag, 29.11.2016
Wir wollen ins Mekongdelta und erkundigen uns nach einem Bus nach Ben Tre. Es gibt keine Direktverbindung, wir könnten im Rahmen einer Tagesfahrt dort hin und bleiben. Als Alternative bietet sich eine 2-Tagesfahrt mit Übernachtung an. Dafür entscheiden wir uns und buchen die Gruppentour, um das auch mal auszuprobieren. Der Mekong fächert sich im Delta in 9 Mündungsarme auf. Es gibt dazu viele Kanäle und Sümpfe und die Gegend ist sehr fruchtbar. Überall sieht man Reisfelder, Bananen-, Drachenfrucht-, Gemüseplantagen und natürlich Kokosnusspalmen.
Mittwoch, 30.11.2016
Ein großer Reisebus, viele Vietnamesen, einige Russen, ein paar Australier und wir, die einzigen Deutschen. Im Stau aus der Stadt raus, einmal den Bus gewechselt und dann in die Gegend von Ben Tre. Dort besichtigen wir einen Tempel, wir haben 25 Minuten Zeit.
Weiter geht es eine halbe Stunde mit dem Bus, dann steigen wir auf ein Boot um. Wir schippern durch breite
Mekongarme und durch Kanäle zu einer Insel. Runter vom Boot, rein in eine offene Halle. Hier werden Kokosnuss-Bonbons hergestellt. Unser Reiseleiter erklärt uns den Vorgang. Wir können ein paar süße Guttis probieren und danach dürfen wir einkaufen. Nach einer halben Stunde müssen wir wieder an Bord. Weiter geht die Fahrt, die nächste Insel wird angesteuert. Das selbe Spiel, alle runter vom Boot, in eine Halle, hier gibt es Honig zu probieren und zu kaufen. Außerdem kann man sich eine Python um den Hals hängen, ganz schön schwer! Und nach einer halben Stunde geht’s weiter. Auf der 3. Insel fängt es an zu regnen, alle kaufen sich bunte Plastikumhänge und steigen in kleine Boote, immer 4 Mann. Nach 10 Minuten Fahrt heißt es aussteigen, wir marschieren zu einer offenen Halle. Dort gibt es Obst, Ananas, Pomelo, Papaya, Drachenfrucht zum Probieren und kaufen. Wir fahren noch eine weitere Insel an, dort gibt es Mittagessen. Reis mit dünnen Stückchen Schwein und Suppe. Jetzt haben wir sogar 1 1/4 Stunden Zeit, nach dem Essen können wir einige Krokodile anschauen und ein bisschen durch die Insel schlendern. Nach einer kurzen Fahrt mit dem Boot steigen wir in unseren Bus und fahren nach Can Tho. Wir werden zu einem Hotel gebracht, beziehen die einfachen Zimmer. Tomi und ich gehen zum Essen in eine Nebenstraße. Dort sitzen wir noch gemütlich bei einem Bier und sind von der ganzen Fahrerei so müde, dass wir bald ins Bett gehen.
Donnerstag, 01.12.2016
Das Frühstück war ein Graus, wir warten in der Früh ewig auf unseren Bus. Und dann fahren wir 10 Minuten und werden zum Boot gebracht. Damit geht es zu einem schwimmenden Markt. Auf den Schiffen wird das Obst und Gemüse in großen Mengen verkauft, die Zwischenhändler bringen die Waren zu kleineren Märkten. An hohen Stangen wird angezeigt, was verkauft wird. Auf den Booten leben die Leuchte auch. Wir sind noch garnicht richtig zwischen den Booten, da kommen schon von rechts und links Osthändler mit Getöse angebraust und wollen uns was verkaufen. Ein Lärm und Geschrei. Allmählich wird es ruhiger und wir können uns alles anschauen. Natürlich halten wir an einem größeren Obstmarkt, wir können einkaufen.
Wir werden zu einem Reisnudelherstellungsplatz gebracht. Reismehl wird mit Wasser gemischt, dünn auf eine heiße Platte gestrichen, mit einem Holzstab abgenommen und zum Trocknen auf Bastmatten gelegt. Nach einem Tag werden die dünnen Platten mit einer Maschine ganz fein geschnitten. Ist ganz interessant, klar, dass man was kaufen kann.
Nach den Besichtigungen fahren wir 3 Stunden bis Saigon und 1 Stunden im zähfließenden Verkehr durch die Stadt. Wir hatten unser Zimmer im Hotel für heute Nacht schon reserviert, sie geben uns zum gleichen Preis einen größeren Raum, unsere Rucksäcke stehen bereits drin und unsere Wäsche aus der Wäscherei ist schön aufgehängt im Schrank. Das ist ein Service. Das Hotel hatten wir für unseren Aufenthalt in Saigon im Internet ausgesucht, die Lage war super, zu Fuß waren wir in 20 Minuten im Zentrum, es war ruhig, nebenan gab es einige größere und kleinere Restaurants und das Personal war wirklich freundlich.
Freitag, 02.12.2016
Mit einem Taxi, das die Busagentur bezahlte, werden wir zum Busbahnhof gebracht. Und da sehen wir, dass die Stecke grad mal 1€ kostete!!! Mit einem Liegebus, ich find’s bequem, Tomi bekommt fast Zustände, erreichen wir am Nachmittag Mui Ne. Ein kleiner Ort an der Ostküste, schöner Strand, viel Wind und hohe Wellen. Leider fest in russischer Hand, aber unser Hotel ist sehr nett. Ein kleiner Bungalow, schöner Garten mit Pool und ganz gutes Frühstück. Und nette Nachbarn. Conni, eine nach Berlin ausgewanderte Bayerin und ihr Mann Michael, ein echter Berliner.
Montag, 05.12.2016
Mit dem Roller düsen wir zu den weißen Dünen. Leider ist es bewölkt. Aber wir sind fast alleine und können den Ausblick in Ruhe genießen. Auf der Strecke werden wir von der Polizei gestoppt. Sie wollen den internationalen Führerschein sehen. Wir sind darauf vorbereitet, ein Ossipaar am Strand hat uns davon erzählt. Ansonsten hätte es 500.000 Dong, das sind 25€, gekostet.
Außerdem gibt’s noch rote Dünen und einen roten Canyon….
… und eine schöne Landschaft.
Dienstag, 06.12.2016
Nachdem wir den Roller noch bis Mittag haben, fahren wir zum „Fairy Stream“, eine kleine Schlucht. Wunderschön, wir waten fast alleine durch den sandigen Bach. Auf dem Rückweg kommen uns jede Menge Leute entgegen, anscheinend zwei Busladungen. Da hatten wir richtig Glück.
Mittwoch, 07.12.2016 – Freitag, 09.12.2016
Ruhige Tage mit Nichtstun, bisschen spazieren, viel reden und gut essen.
Zum Nachdenken
Das Beitragsbild haben wir in einen chinesischen Tempel gesehen, interessant für unsere Generation. Erst einmal den Ist-Zustand ermitteln, dann schauen, was habe ich in meinen Leben schon alles hinter mir, und dann, was habe ich in meinen Leben noch vor mir !!!!!!











































Vietnam ist ja wirklich sehr vielseitig, dass haben wir bei unserer kurzen Visite auch bemerkt. Tolle Bilder! Gibt es Neues bezüglich des Australien-Visums?
Liebe Grüße, Fatima
so, jetzt bin ich mit euch durch Kambodscha gereist, irgendwie muss ich da nicht hin. Aber nachdem mir ja Nordvietnam so unglaublich gut gefallen hat, ist es schön, dass ihr jetzt vom Süden berichtet. Da würde ich schon gerne hin. Habt ihr euren Blog noch länger online, so dass ich später da einmal nachschauen kann, wie ihr so gereist seid? wie heisst denn dieses netto Hotel mit Pool? und die Sanddünen sind ja bemerkenswert toll.
Ich komme gerade zurück von einer AA-Convention in Maharastra und es war so nett kitschig und liebevoll, ein wunderbarer Start ins Neue Jahr. Passt gut auf euch auf, ich freue mich, mitfahren zu dürfen.